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1858

Faute par lui d'avoir opté dans ce délai, il y sera pourvu par la voie du sort.

Article 19. En cas de vacance par suite d'option, décès, démission ou autrement, le collége électoral, qui doit pourvoir à la vacance, sera réuni dans le délai de trois mois.

Article 20. Aucun membre de l'assemblée ne peut, pendant la durée de la session, être arrêté ni poursuivi en matière pénale, sauf le cas de flagrant délit, qu'après que l'assemblée a autorisé la poursuite.

Article 21. Toute personne qui se sera fait inscrire sur les listes électorales, au moyen de déclarations frauduleuses, ou en dissimulant l'une des incapacités prévues, ou qui aura réclamé et obtenu son inscription sur plusieurs listes, ou qui aura pris part au vote quoique non inscrite ou déchue du droit électoral, sera punie d'une amende de cent ducats au moins et de mille ducats au plus, ou d'un emprisonnement de huit jours au moins, et de trois mois au plus.

Article 22. A défaut de l'initiative du Ministère public, dix électeurs réunis auront le droit d'intenter un procés criminel: 1° à tout individu qui, pendant la durée des opérations électorales, aura soustrait, ajouté ou altéré de: bulletins; 20 à tous ceux qni auront troublé les opérations électorales et porté atteinte à la liberté du vote, pas manoeuvres frauduleuses, violences au menaces.

Article 23.
Les stipulations électorales composant les 22 Articles ci-dessus,
devant être annexées à la Convention en date de ce jour 19 août,
conformément à l'Article 16 de la dite Convention, les Plénipoten-
tiaires respectifs ont également signé et scellé de leurs armes le pré-
sent acte qui les contient.
Paris, le 19 août 1858.

L. S.) llibner.
(L. S.) Halewski
(L. S.) Cowley.
(L. S.) Haizfeldt.
(L. S.) Kisselett
(L. S.) De Villamarina.
L. S. Fuad.

104.

1858

30 août 1858. Ordre impérial concernant l'exécution du traité monétaire du 24 janvier 1857 et son application à la banque nationale (l'Autriche.

(R. G. B. 1858, Nr. 131.) Kaiserliche Verordnung vom 30. August 1858, wirksam für alle Kronländer, mit Ausnahme des lombardisch-venetianischen König. reiches, betreffend die Durchführung des Münzvertrages vom 24. Jänner 1857, Nr. 101 des Reichs-Gesetz-Blattes, mit Bezie

hung auf die privilegirte österreichische Nationalbank.

In weiterer Durchführung des Münzvertrages vom 24. Jänner 1857 und namentlich des Artikels 22 desselben, finde ich, nach Vernebmung Meiner Minister und nach Anhörung Meines Reichsrathes, Nachfolgendes zu verordnen:

1. Vom 1. November 1858 an darf die privilegirte österreichische Nationalbank nur auf österreichische Währung lautende Noten zu 1000, 100 und 10 A. ausgeben.

Es bleibt ihr aber freigestellt, solche Noten schon vor dem 1. November 1858 zu verwenden.

2. Die privilegirte österreichische Nationalbank ist verpflichtet, ihre auf österreichische Währung lautenden Noten auf Verlangen der Inhaber bei ihrer Hauptcasse in Wien jederzeit gegen vollwerthige Silbermünze einzulösen.

3. Von den auf österreichische Währung lautenden, im Umlause befindlichen Noten muss wenigstens Ein Drittel mit gesetzlicher Silbermünze oder Silberbarren, oder nach Umständen und mit Bewilligung Meines Finanzministers theilweise auch in Gold. münzen oder Goldbarren, der Rest aber mit statutenmässig escomptirten oder beliehenen Creditseffecten bedeckt sein.

4. Die Noten der österreichischen Währung geniessen nicht nur das im §. 15 des Patentes vom 1. Juli 1841 den Noten der Nationalbank überhaupt eingeräumte Privilegium, dass sie von allen öffentlichen Cassen angenommen werden, sondern auch die Begünstigung, dass Jedermann verpflichtet ist, sie bei allen in österreichischer Währung zu leistenden Zahlungen im vollen Nennwerthe anzunehmen.

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5. In dem Masse, als die privilegirte österreichische Nationalbank die auf österreichische Währung lautenden Noten hinausgibt, hat sie die gegenwärtig noch umlayfenden, auf Conventions-Münze lautenden Noten einzuziehen.

Bis dahin sind diese, nach den Bestimmungen der $$. 10 und 13 Meines Patentes vom 27. April 1858, Nr. 63 des Reichs-GesetzBlattes, in Zahlung anzunehmen.

6. Für die Einberufung und für das Aufhören des Umlaufes der auf Conventions-Münze lautenden Noten zu 1000 fl. wird der 30. Juni, zu 100 und 50 A. der 31. August, zu 10 A. der 31. October 1859 festgesetzt.

7. Die auf Conventions Miinze lautenden Noten zu 5, 2 und 1 fl. sind von nun an mit thunlichster Beschleunigung auf den Betrag von höchstens 100. Millionen Gulden herabzumindern.

Der Zeitpunkt, in welchem sie einzuberufen und gänzlich aus dem Umlaufe zu ziehen sind, wird nachträglich festgestellt werden.

8. Ein aus der Mitte der Bankdirection von dieser bestelltes Comité von 3 Mitgliedern hat unter Mitwirkung des landesfürstlichen Commissärs die strenge Befolgung der in den S. 3, 5 und 7 ausgesprochenen Bestimmungen zu überwachen.

9. Mit Ende eines jeden Monates ist der Stand sämmtlicher im Umlaufe befindlichen Noten der privilegirten österreichischen Nationalbank und ihrer im $. 3 angeordneten Bedeckung zu veröffentlichen.

Wien, den 30. August 1858.

Franz Joseph m. p.

Graf Buol-Schauenstein m. p.
Freiherr v. Bruck m. p.

105.

1858

20 septembre 1858. Convention entre l'Autriche et la Bavière concernant la jonction des chemins de fer sur la frontière bohémo

bavaroise.

(R. G. B. 1858, Nr. 236.) L'ebereinkunft zuis hen der kaiserlich-königlich österreichischen und königlich bayerischen Regierung rom 20. September 1858, betreffend den Anschluss der Eisenbahnen an der böhmischbayerischen Grenze. Geschlossen zu Wien am 20. September 1858 ; die Auswechslung der beiderseitigen Ratificirungen hat in

Wien am 15. November 1858 stattyefunden.
Wir Franz Joseph der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von
Oesterreich; König von Ungarn und Böhmen etc. etc.

Nachdem zwischen Unserem Bevollmächtigten und jenem Seiner Majestät des Königs von Bayern in Ausführung der Artikel 12 und 13 des zu München am 21. April 1856 über die Verbindungen der beiderseitigen Eisenbahnen abgeschlossenen Staatsrertrages, in Wien am 20. September 1858 speciell wegen des Anschlusses an der böhmisch-bayerischen Grenze eine, auf zwei derselben beigefügten Pläne gegründete Uebereinkunft in 4 Artikeln abgeschlossen und unterzeichnet worden ist, welche von Wort zu Wort lautet, wie folgt:

Uebereinkunft zwischen der kais. königl. Österreichischen und königl. bayerischen Regierung, betreffend den Anschluss der Eisenbahnen

an der böhmisch-bayerischen Grenze. Nachdem gemäss Artikel 13 des Staatsvertrages zwischen Oesterreich und Bayern vom 21. April 1856, die Verbindung der beiderseitigen Eisenbahnen betreffend, rücksichtlich der in dem Artikel 12 ebendesselben Staatsvertrages erwähnten beiderseitigen Eisenbahnen zwischen Prag und Nürnberg der eigentliche Anschluss an der böhmisch - bayerischen Grenze und der Termin zur Bauvollendung der respectiven Bahnstrecken durch besondere Commissäre vertragsmässig festgesetzt werden soll; so haben die beiderseitigen Regierungen zu diesein Behufe als ihre Commissäre bestellt:

die kaiserl. österreichische Regierung den k. k. Sectionsrath im Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten, Vincenz Maly, Doctor der Rechte, Ritter des Verdienstordens der bayerischen Krone etc. etc.,

die königl. bayerische Regierung den königl. Ministerialrath im Staatsministerium des königl. Hauses und des Aeussern, Dr. Franz

1858 Sebastian von Daxenberger, Ritter des königl. bayer. Verdienst

ordens der Krone und vom heil. Michael, Ritter des königl. bayer. Maximilian-Ordens, Comthur des kaiserl. österr. Franz Joseph-Ordens, Comthur I. Classe des königl. spanischen Ordens Karls III., Ritter des königl. preuss. rothen Adler - Ordens IV. Classe, Officier des königl. griechischen Erlöser-Ordens etc. etc.,

welche Commissäre dahier zu Wien zusammengetreten und nach Austausch ihrer, in guter und gehöriger Ordnung befundenen Vollmachten über nachstehende Artikel, vorbehaltlich der Ratification ihrer höchsten Regierungen, am heutigen Tage übereingekommen sind:

Artikell. Als Anschlusspunkt der in den Artikeln 12 und 13 des Staatsvertrages zwischen Oesterreich und Bayern vom 21. April 1856 besagten, von Böhmen nach Bayern führenden Eisenbahn wird die bayerische Stadt Furth bestimmt, und es soll der Uebergang der Bahn über die Grenze der beiderseitigen Staaten bei dem österreichischen Orte Plassendorf statthaben und dabei die Anschlusslinie im Ganzen, sowie in ihren einzelnen Theilen und in allen Modalitäten, namentlich auch was die Steigungsverhältnisse betrifft, so eingehalten werden, wie sie in den der gegenwärtigen Uebereinkunft angehefteten zwei Plänen verzeichnet ist.

Artikel II. Als gemeinsame Wechselstation wird die bayerische Stadt Furth bestimmt. Der k. k. österreichischen Regierung und bezüglich der von derselben concessionirten Gesellschaft für die Erbauung der Prag - Pilsener Eisenbahn wird die Mitbenützung des in der genannten Stadt Furth zu errichtenden Bahnhofes eingeräumt und der Betrieb der Bahnstrecke von Furth bis zur österreichisch-bayeri. schen Grenze gegen die Verpflichtung überlassen, die Bahnstrecke in gutem Stande zu erhalten und das gesammte, auf die zur ausschliesslichen Beniitzung der österreichischen Regierung und bezüglich österreichischen concessionirten Eisenbahngesellschaft überlassenen Objecte verwendete Baucapital mit 11/2% zu verzinsen.

Dieselbe Verzinsung ist von einem Dritttheile derjenigen Capitalssumme zu leisten, welche für die Herstellung des zur gemeinschaftlichen Benutzung der beiden Balinverwaltungen bestimmten Theiles der Wechselstation erforderlich sein wird.

Die derart verabredete Höhe dieser Verzinsung wird vorläufig vom Zeitpunkte des Eintretens derselben auf fünf Jahre festgesetzt. Erfolgt ein Jahr vor Ablauf dieser Periode keine weitere Verständigung, so soll die bisherige Verzinsung auch fernerhin auf unbestimmte

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