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La Vénétie fera partie de la Confédération italienne, tout en 1859 restant sous la Couronne de l'Empereur d'Autriche.

Le Grand-Duc de Toscane et le Duc de Modène rentrent dans leurs États, en donnant une amnistie générale.

Les deux Empereurs demanderont au Saint-Père d'introduire dans ses États des réformes indispensables.

Amnistie pleine et entière est accordée de part et d'autre aux personnes compromises à l'occasion des derniers événements dans les territoires des parties belligérantes.

Fait à Villafranca, le 11 juillet 1859.

Napoléon.

François Joseph.

140.

13 juillet 1859. Ordonnance du ministère I. R. du commerce concernant la mise à exécution du traité télégraphique, conclu à Friedrichshafen le 26 octobre 1858.

(V. B. H. M. 1859, Nr. 59.) Ausführung des Friedrichshafener Telegraphenvertrages vom

26. October 1858. Das Verordnungsblatt vom Jahre 1859, Nr. 54, enthält den zwischen den Telegraphenverwaltungen des deutsch-österreichischen Telegraphenvereines einerseits, und der Schweizerischen Telegraphenverwaltung anderseits, am 26. October 1858 zu Friedrichshafen abgeschlossenen Vertrag über die Behandlung der telegraphischen Correspondenzen zwischen dem deutsch-österreichischen Telegraphenvereine und der Sehweiz.

Die Bestimmungen über die Behandlung der telegraphischen Depeschen nach diesem Vertrage, welcher in Folge eines Einverständnisses der betheiligten Telegraphenverwaltungen schon mit. 1. Mai 1859 provisorisch in Ausführung gebracht wurde, sind den k. k. Telegraphenstationen bereits mit der Circularverordnung vom 21. April 1859, Z. 2543, bekanntgegeben worden.

Mit Bezug auf diese Circularverordnung wird nachstehend das Zonenverzeichniss zur Bemessung der Gebühren für Depeschen von den österreichischen Stationen bis zu den schweizerisch-deutschösterreichischen Grenzpunkten bei Höchst, Constanz, Romanshorn und Leopoldshöhe veröffentlicht.

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1859

Zonenverzeichniss zur Bemessung der Gebühren für telegraphische Depeschen nach der nördlichen Schweizerisch-deutsch-österreichischen Grenze (bei Höchst, Constanz, Romanshorn, Leopold shöhe.)

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Adelsberg
Agram
Arad..
Asch
Aussig
Baden.
Basiasch..
Becskerek (Gr).
Bergamo..
Bielitz..
Bistritz ..
Bodenbach.
Botzen
Bregenz
Brescia.
Brixen
Brody.
Brood
Broos
Bruck a. d. Mur.
Brünn
Buccari
Budua.
Budweis.
Carlsbad.
Carlsburg.
Carlstadt
Castellastua
Caslelnuovo.
Cattaro
Chiavenna
Chioggia.
Cilli
Como
Conegliano
Cremona..
Czernowitz.
Debreczin
Essegg
Feldkirch.
Fiume

Franzensbad
Gastein...
Gmunden
Görz.
Gospich
Gratz
Grosswardein
Hermannstadt
Innsbruck
Josephstadt
Ischl ..
Kaschau.
Kecskemét
Kikinda (Gross-)
Klagenfurt.
..lausenburg
Kollin .....
Komorn
Kostainicza
Krakau:
Krems.
Kronstadt.
Kufstein
Laibach
Lambach
Landek.
Lecco
Lemberg
Linz
Lodi
Lugos
Magenta
Mailand
Mantua.
Marburg
Marienbad
Mehadia .
Meran.
Mestre
Metcovich
Miskolcz.

Monza
Nauders
Neu-Gradiska
Neuhäusel
Neusatz
Obbrovazzo
Odernerg
Oedenburg
Olmütz
Ora witza
Orsova
Ottočac.
Padua.
Palmanuova .
Pardubitz.
Pavia
Peschiera
Pesi
Pilsen
Pirano
Pisino.
Pola
Prag
Pressburg
Przemysl
Raab.
Ragusa ..
Reichenberg
Roveredo
Rovigno
Rovigo
Rzeszow.
Saaz
Salzburg
Sauerbrunn

(Rohitsch)
Sebenico..
Semlin
Sesto-Calende
Spaloto.
Steyr.

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15 juillet 1859. Manifeste de S. M. l'Empereur d'Autriche annonçant la conclusion des préliminaires de paix avec l'Empereur

des Français.

(R. G. B. 1859, Nr. 133.) Manifest Seiner Majestät des Kaisers vom 15. Juli 1859, womit den Völkern Oesterreichs das Zustandekommen von Friedenspräliminarien mit dem Kaiser der Franzosen verkündet wird.

An Meine Völker! Wenn das Mass zulässiger, mit der Würde der Krone, wie mit der Ehre und dem Wohle des Landes verträglicher Zugeständnisse erschöpft worden und alle Versuche einer friedlichen Verständigung gescheitert sind, gibt es keine Wahl mehr, und das Unvermeidliche wird zur Plicht.

Diese Plicht hatte mich in die herbe Nothwendigkeit versetzt, Meine Völker zu neuen und schweren Opfern aufzurufen, um zum Schutze ihrer heiligsten Güter in die Schranken treten zu können.

Meine treuen Völker sind Meiner Aufforderung entgegengekommen, haben sich einmüthig um den Thron geschaart und die durch die Umstände gebotenen Opfer aller Art mit einer Bereitwilligkeit dargebracht, welche Meine dankbare Anerkennung verdient, Meine innige Zuneigung zu denselben wo möglich noch erhöht und mir die Zuiversicht einflössen musste, dass die gerechte Sache, für deren Vertheidigung Meine tapferen Heere mit Begeisterung in den Kampf gezogen, auch siegreich sein werde.

1859 Leider hat der Erfolg den allgemein gehegten Erwartungen

nicht entsprochen, und ist das Glück der Waffen uns nicht günstig gewesen.

Oesterreichs tapfere Armee hat ihren erprobten Heidenmuth und ihre unvergleichliche Ausdauer auch diesmal so glänzend bewährt, dass sie die allgemeine Bewunderung, selbst die des Gegners errungen hat, es Mir zum gerechten Stolze gereicht, der Kriegsherr eines solchen Heeres zu sein, und das Vaterland es ihm Dank wissen muss, die Ehre der Banner Oesterreichs so kräftig gewahrt, so rein erhalten zu haben.

Ebenso unbezweifelt steht die Thatsache fest, dass unsere Gegner, trotz der äussersten Anstrengungen und des Aufgebotes ihrer überreichen, zu dem beabsichtigten Schlage schon seit lange vorbereiteten Hilfsquellen, selbst um den Preis ungeheurer Opfer nur Vortheile, aber keinen entscheidenden Sieg zu erringen vermochten, während Oesterreichs Heer noch unerschüttert an Kraft und Muth eine Stellung behauptete, deren Besitz ihm die Möglichkeit offen liess, dem Feinde die errungenen Vortheile vielleicht wieder entwinden zu können.

Dies anzustreben würde aber neue und gewiss nicht minder blutige Opfer erfordert haben, als jene es waren, welche bereits gebracht worden sind und Mein Herz mit tiefer Trauer erfiillten.

Unter diesen Umständen war es gleichfalls ein Gebot Meiner Regentenpflicht, die Mir gemachten Friedensanerbietungen in gewissenhafte Erwägung zu ziehen.

Der Einsatz, welchen die Fortsetzung des Krieges erfordert haben würde, hätte ein so hoher sein müssen, dass Ich die treuen Kronlande der Monarchie zu weiteren und die bisherigen noch bedeutend überwiegenden Leistungen an Gut und Blut in Anspruch zu nehmen genöthigt gewesen wäre. Der Erfolg würde aber dennoch zweifelliaft geblieben sein, nachdem Ich in Meinen gegründeten Hoffnurgen, dass Ich in diesem nicht bloss für Oesterreichs gutes Recht unternommenen Kampfe auch nicht allein stehen würde, so bitter enttäuscht worden bin.

Der warmen und dankbar anzuerkennenden Theilnahme ohngeachtet, welche Unsere gerechte Sache in dein grössten Theile von Deutschland bei den Regierungen wie bei den Völkern gefunden hat, haben sich Unsere ältesten und natürlichen Bundesgenossen hartnäckig der Erkenntniss verschlossen, welche hohe Bedeutung die grosse Frage des Tages in sich trug.

Oesterreich hätte sonach den kommenden Ereignissen, deren Ernst jeder Tag noch steigern konnte, vereinzelt entgegengehen müssen.

Ich habe Mich daher, nachdem Oesterreichs Ehre durch die 1859 heldenmüthigen Anstrengungen seiner tapferen Armee unversehrt aus den Kämpfen dieses Krieges hervorgegangen ist, entschlossen, politischen Rücksichten weichend, der Wiederherstellung des Friedens ein Opfer zu bringen und die zur Vorbereitung seines Abschlusses vereinbarten Präliminarien zu genehmigen, nachdein Ich die Ueberzeugung gewonnen, dass durch directe, jede Einmischung Dritter beseitigende Verständigung mit dem Kaiser der Franzosen jedenfalls minder ungünstige Bedingungen zu erlangen waren, als bei dem Eintreten der drei am Kampfe nicht betheiligt gewesenen Grossmächte in die Verhandlung, mit den unter ihnen vereinbarten und von dem moralischen Drucke ihres Einverständnisses unterstiitzten Vermittlungsvorschlägen zu erwarten gewesen wäre.

Leider ist es unvermeidlich gewesen, den grössten Theil der Lombardie von der Gesammtheit des Kaiserstaates auszuscheiden.

Dagegen muss es Meinem Herzen wohl thun, Meinen geliebten Völkern die Segnungen des Friedens wieder gesichert zu sehen, und sind Mir diese doppelt werthvoll, weil sie Mir die nöthige Musse gönnen werden, Meine ganze Aufmerksamkeit und Sorgfalt nunmehr ungestört der erfolgreichen Lösung der Mir gestellten Aufgabe zu weihen:

Oesterreichs innere Wohlfahrt und äussere Macht durch zweckmässige Entwicklung seiner reichen geistigen und materiellen Kräfte, wie durch zeitgemässe Verbesserungen in Gesetzgebung und Verwaltung dauernd zu begründen.

Wie Meine Völker in diesen Tagen ernster Prüfungen und Opfer treu zu Mir gestanden, mögen sie auch jetzt durch ihr vertrauensvolles Entgegenkommen die Werke des Friedens fördern helfen und hierdurch die Verwirklichung Meiner wohlwollenden Absichten unterstützen.

Meinem tapferen Heere habe Ich bereits in einem besonderen Armeebefehle Meine Anerkennung und Meinen Dank als dessen Kriegsherr ausgesprochen.

Ich erneuere demselben heute den Ausdruck dieser Gefiihle, wo Ich zu meinen Völkern sprechend den für Gott, Kaiser und Vaterland in den Kampf gegangenen Söhnen dieser Völker für ihren bewiesenen Heldenmuth danke, – und der aus diesem Kampfe leider nicht mehr zurückgekehrten Mir unvergesslichen Waffengenossen mit Webmuth gedenke.

Laxenburg, den 15. Juli 1859.

Franz Joseph m. p.

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