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die Sendungen unmittelbar vom Auslande zukommen, und welche 1858 dieselben daher zuerst in die inländischen Fabrpostkarten aufzunehmen haben.

Wenn diese Postämter nicht unmittelbar an der Eingangsgrenze liegen, so werden sie mit Meilenweisern von dem Eingangsgrenzpunkte betheilt.

S. 12.

es

Behandlung der Vereins- Fahrpostsendungen in den

internen Fahrpostkarten. Da das Vereinsfranco und Vereinsporto nicht der österreichischen Postcasse allein zukommt, sondern eine gemeinschaftliche Einnahme des deutsch-österreichischen Postvereines bildet, so ist

von hoher Wichtigkeit, dass dasselbe in den internen Fahrpostkarten genau in Evidenz gehalten und nicht mit fremden Beträgen vermengt werde.

Folgende Bestimmungen sind daher auf das sorgfältigste zu beobachten:

1. Die Aufgabe postämter haben in den internen Fahrpostkarten das eingehobene Vereinsfranco unter der Rubrik „Franco“ zu verrechnen; bei frankirten Sendungen nach nicht zum deutschösterreichischen Postvereine gehörigen Staaten ist das Vereinsfranco von dem fremden Franco durch einen Bruchstrich getrennt anzusetzen, in derselben Weise, wie die Vormerkung auf den Sendungen zu gescliehen hat ($. 11).

Bei unfrankirten Sendungen ist nicht das Porto, sondern nur der auf den Sendungen selbst vorzumerkende Progressionssatz (. 11) in der Karte einzusetzen, und zwar in der Rubrik „Porto“ bloss der Buchstabe P und in der Rubrik „Anmerkungen der Progressionssatz.

2. Jene Postämter, welche Sendungen nach Staaten des deutschösterreichischen Postvereines unmittelbar vom Auslande erhalten, haben, wenn diese Sendungen frankirt sind, das Vereinsfranco unter der Rubrik „Anmerkungen“ in der internen Fahrpostkarte einzusetzen.

Wenn das von der fremdländischen Postanstalt vergütete Vereinsfranco zu gering bemessen ist, und der fehlende Betrag derselben nicht zur Last geschrieben werden kann, daher von dem Adressaien eingebracht werden muss, so ist das wirklich vergütete Franco in der Rubrik „Anmerkungen“ der internen Karte mit dem Bemerken „reicht nicht aus“ einzustellen, der fehlende Betrag aber in der Rubrik „Porto“ einzusetzen.

Bei unfrankirten Sendungen aus fremden Staaten ist in der Rubrik „Porto“ der internen Karte der Buchstabe P, in der Rubrik

Ta fel zur Umrechnung der polnischen Währung des Krakauer Gebietes in österreichische Währung.

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Tafel zur Umrechnung der österreichischen Währung in die polnische Währung des Krakauer Gebietes.

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1858

96.

25 mai 1858. Ordonnance du ministère I. R. du commerce concernant l'instruction pour la mise en vigueur du deuxième supplément à la convention révisée de l'union postale austro - allemande.

(V. B. H. M. 1858, Nr. 31.) Vorschrift und Instruction wegen Vollzuges des zweiten Nachtrages zum revidirten deutsch - österreichischen Postvereins

Vertrage. Die k. k. Postämter erhalten den Auftrag, sich mit den Bestimmungen, welche die nachfolgende Vorschrift A und die Instruction B enthält, vollkommen vertraut zu machen und nach denselben vom 1. Juli 1858 an genau vorzugehen. Vom k. k. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche

Bauten.

A. Vorschrift über den Vollzug des zweiten Nachtrages zum revidirten deutsch - österreichischen Postvereins - Vertrage für die

k. k. Postämter.

$. 1.

Beginn der Wirksamkeit. Der zweite Nachtrag zum revidirten deutsch-österreichischen Postvereins-Vertrage, durch dessen Bestimmungen das gegenwärtig im deutsch-österreichischen Postvereine bestehende System der Taxirung der Fahrpostsendungen gänzlich geändert wird, tritt am 1. Juli 1858 in Wirksamkeit.

S. 2.

Hauptgrundsatz des neuen Fahrpost-Taxirungs

systems. Von diesem Tage an werden die zum deutsch-österreichischen Postvereine gehörigen Staaten in Bezug auf die Fahrpost als ein vereinigtes Postgebiet betrachtet.

Während bisher das Porto für Fahrpostsendungen im deutschÖsterreichischen Postvereine für die Strecke eines jeden einzelnen Staatsgebietes besonders zu bemessen war, wird künftig die Taxirung nach der directen Entfernung zwischen dem Aufgabeund Bestimmungsorte ohne Rücksicht auf die Landesgrenzen stattzufinden haben.

Für eine Fahrpostsendung z. B. aus Oesterreich nach Baden, welche durch Bayern und Württemberg transitirte, musste bisher

a) das österreichische Porto vom Aufgabeorte bis zur österreichi. 1858

schen Austrittsgrenze, dann b) das bayerische Porto von der bayerischen Eingangs- bis zur

württembergischen Eingangsgrenze, ferner c) das württembergische Porto von der württembergischen bis zur

badischen Eingangsgrenze, endlich d) das badische Porto von der badischen Eingangsgrenze bis zum

Bestimmungsorte besonders bemessen werden.

Künftig wird dieselbe Fahrpostsendung nur nach der directen Entfernung zwischen dem österreichischen Aufgabe- und dem badischen Bestimmungsorte zu taxiren sein. Hierbei macht die Instradirung keinen Unterschied, daher die Taxe dieselbe bleibt, wenn in obigem Beispiele die Versendung nicht durch Bayern und Württemberg, sondern durch Preussen, Sachsen und den fürstlich Thurnund Taxis'schen Postbezirk erfolgt.

Die Postämter haben sich daher bei der Taxirung einer nach einem Postorte des deutsch - österreichischen Postvereins - Gebietes bestimmten Fahrpostsendung nicht mehr zu kümmern, über welchen österreichischen Grenzpunkt dieselbe austreten, und auf welchem Wege sie ihre weitere Beförderung erhalten wird, da bei Vereinssendungen kein österreichisclies, bayerisches, sächsisches u. s. w. Porto, sondern nur mehr Vereinsporto bestehen wird, wel. ches eine gemeinschaftliche Einnahme der zum deutschösterreichischen Postvereine gehörigen Staaten bildet.

$. 3.

Tarif. Die Grundlagen des neuen Vereins-Fahrposttarifes, welcher mit 1. Juli 1858 an die Stelle des bisherigen tritt, sind in den Artikeln 5 bis 7 des zweiten Nachtrages zum revidirten deutsch-österreichischen Postvereins - Vertrage enthalten.

Die k. k. Postämter werden im Wege ihrer vorgesetzten Postdirectionen den vollständig ausgerechneten Gewichts- und Werthporto-Tarif erhalten, welcher bei Vereins - Fahrpostsendungen in Anwendung zu bringen ist, und zwar a) der Gewichtsporto-Tarif bei allen Vereins-Fahr

postsendungen;
b) der Werthporto-Tarif (nebst dem Gewichtsporto-Tarife)

bei jenen Vereinssendungen, bei welchen ein Werth an-
gegeben ist.

§. 4.

Meilen weiser und Grenzverzeichnisse. Die k. k. Postämter werden ferner von den Postdirectionen eiven Meilenweiser erhalten, welcher die Namen sämmtlicher Vereins

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