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ministration Sarde aurait le droit de demander la remise ou la com- 1860 munication.

Article 39. La présente Convention sera ratifiée, et les ratifications en seront échangées, à Paris, dans le délai d'un mois, ou plutôt si faire se peut.

En foi de quoi les plénipotentiaires respectifs l'ont signée et y ont apposé le sceau de leurs armes.

Fait à Milan, le neuvième jour du mois de septembre de l'an mil huit cent soixante.

(L. S.) Brenner m. p.
(L. S.) Gaudin m. p.
(L. S.) Regis m. p.

(L. S.) Salzmann m. p.
(L. S.) J. Saladin m. p.
(L. S.) Correnti m. p.

Nos visis et perpensis hujus Conventionis articulis, illos omnes et singulos ratos hisce confirmatosque habere profitemur ac declaramus, verbo Nostro Caesareo-Regio promittentes, Nos omnia, quae in illis continentur, fideliter executioni mandaturos essc.

In quorum fidem majusque robur praesentes Ratihabitionis Nostrae tabulas manu Nostra signavimus, sigilloque Nostro Caesareo - Regio appenso firmari jussimus.

Dabantur in Imperiali urbe Nostra Vienna die quarta mensis Octobris anno Domini millesimo octingentesimo sexagesimo regnorum Nostrorum duodecimo.

Franciscus Josephus m. p. (LS

Comes a Rechberg m. p.

Anmerkung. Die in der Convention bezogenen Beilagen, deren

Resultat aus dem Texte der Convention zu ersehen ist,
werden hier nicht kundgemacht, da dieselben, soweit
sie für die Interessenten zu wissen nöthig sind, abge-
sondert veröffentlicht werden.

1860

189.

29 septembre 1860. Ordonnance des ministères des affaires étrangères et de la justice concernant le pourvoi contre les décisions des tribunaux consulaires à Galacz, Ibraila et Tultscha en matière de justice civile.

(R. G. B. 1860, Nr. 222.)

Verordnung der Ministerien des Aeussern und der Justiz, dann des Armee-Obercommando vom 29. September 1860, betreffend den Rechtszug gegen Entscheidungen der Consulargerichte in Galatz, Ibraila und Tultscha in bürgerlichen Rechtsangelegenheiten.

Die Ministerien des Aeussern und der Justiz, dann das Armee. Obercommando, haben in Folge Allerhöchster Ermächtigung vom 25. September 1860 zu bestimmen befunden, dass gegen Entscheidungen der Consulargerichte in Galatz, Ibraila und Tultscha in bürgerlichen Rechtsangelegenheiten (mit Ausnahme der Seerechtssachen) der Rechtszug in zweiter Instanz, insoweit ein solcher überhaupt gesetzlich zulässig ist, künftig an das Oberlandesgericht in Hermann. stadt stattzufinden hat, dass aber über die am Tage der Kundmachung dieser Verordnung bereits an das Oberlandesgericht zu Lemberg abgesendeten Berufungen und Recurse noch von Letzterem zu entscheiden ist.

Erzherzog Wilhelm m. p., F. M. L.
Graf Rechberg m. p.
Graf Nádasdy m. p.

RUSSIE. – ÉTATS UNIS DE L'AMÉRIQUE DU NORD.

545

190.

1860

19 octobre 1860. Décret du ministère de la justice faisant part des déclarations échangées entre les gouvernements d'Autriche et de Russie (9 décembre 1859 et 16 septembre 1860) sur la réciprocité à observer à l'égard de la punition des crimes commis dans l'un des états contractants contre la sûreté de l'autre.

(R. G. B. 1860, Nr. 233.) Verordnung des Justizministers vom 19. October 1860, wirksam für den ganzen Umfang des Reiches, mit Ausnahme der Militärgrenze, wodurch kundgemacht wird, dass Russland in die Reihe derjenigen Staaten eingetreten ist, welche dem Kaiserthume Oesterreich gegenüber die Gegenseitigkeit im Sinne des zweiten

Absatzes des §. 66 des Strafgesetzes beobachten. Laut Eröffnung des Ministeriums des Aeussern hat am 15. October 1860 der Austausch der kaiserlich österreichischen und kaiserlich russischen Ministerialerklärungen vom 9. December 1859 und 16. September 1860 stattgefunden, wodurch bezüglich der Bestrafung der auf dem Gebiete des einen der beiden Staaten gegen die Sicherheit des andern begangenen Verbrechen Russland in die Reihe derjenigen Staaten eingetreten ist, welche dem Kaiserthume Oesterreich gegenüber die Gegenseitigkeit im Sinne des zweiten Absatzes des S. 66 des Strafgesetzes beobachten.

Graf Nádasdy m. p.

191.

5 novembre 1860. Ordonnance circulaire du ministère I. R. de la justice concernant certaines légalisations dans les cas de demande d'extradition d'un sujet autrichien se trouvant dans les États Unis de l'Amérique du Nord.

(Archives du ministère I. et R. des affaires étrangères.) Laut einer Mittheilung des k. k. Ministeriums des Aeussern wurde von dem im Congresse versammelten Senate und dem Repräsentantenhause der vereinigten Staaten von Amerika beschlossen: dass in allen Fällen, wo irgend welche Aussagen, Erkenntnisse (warrants) oder andere Documente, oder deren Abschriften, behufs der

II. Recueil.

35

1860 Untersuchung eines Auslieferungsfalles, - welcher im 2. Abschnitte

des am 12. August 1848 gutgeheissenen Gesetzes unter dem Titel: ,,Gesetz zur Ausführung gewisser vertragsmässiger Stipulationen zwischen dieser und den Regierungen anderer Staaten zur Ergreifung und Auslieferung gewisser Gesetzesübertreter“ enthalten ist, gerichtlich producirt werden, -- solche Aussagen, Erkenntnisse oder andere Documente, oder deren Abschriften, zu den im besagten Ab. schnitte erwähnten Zwecken zugelassen und angenommen werden sollen, wenn dieselben in jener angemessenen und gesetzlichen Form beglaubigt sind, welche solche auch zu denselben Zwecken zur Annahme bei den Gerichten des auswärtigen Staates, aus dem die angeklagte Partei entwichen sein wird, zulässig macht, und es soll die Bestätigung des Chefs der diplomatischen oder Consularbehörde der Vereinigten Staaten, welcher in dem betreffenden fremden Lande seinen Sitz hat, als Beweis gelten, dass jede dergestalt überreichte Schrift oder anderes Document in der Weise beglaubigt sei, wie es durch dieses Gesetz gefordert wird.

Hiernach haben die österreichischen Gerichte, wenn es sich um das Begehren um Auslieferung eines in Nordamerika befindlichen Verbrechers handelt, für ihre diesfälligen Verfügungen, Erkenntnisse und Ersuchschreiben immer die entsprechende Legalisirung durch das höhere Gericht, und insoweit dieses dem Justizministerium untersteht, durch letzteres 211 veranlassen.

192.

9 novembre 1860. Publication ministérielle concernant une convention entre l'Autriche et le Royaume de Saxe pour l'expédition gratuite des réquisitions réciproques des autorités judiciaires et financières.

(R. G. B. 1860, Nr. 258.) Verordnung der Ministerien des Aeussern, des Innern, der Justiz und der Finanzen vom 9. November 1860, wirksam für alle Kronländer, mit näheren Bestimmungen betreffs des l'ebereinkommens zuischen Oesterreich und Sachsen über die kostenfreie Erledigung gegenseitiger Requisitionen in Straf- und Civilrechtssachen, dann der Requisitionen der Finanzbehörden wegen Zustellung von Taxnoten Reichs-Gesetz-Blatt vom Jahre 1857,

Nr. 225, und rom Jahre 1858, Nr. 128). Im Nachhange zu den Ministerialerlässen vom 7. November 1857 (Reichs-Gesetz-Blatt Nr. 225), und vom 16. August 1858 ReichsGesetz-Blatt Nr. 128), finden die Ministerien des Aeussern, des Innern, 1860 der Justiz und der Finanzen Nachstehendes zu erinnern :

1. Da die kostenfreie Erledigung in den Fällen des zuerst bezogenen Erlasses nur auf Requisitionen in Strafsachen, dann in solchen bürgerlichen Rechtssachen Anwendung findet, welche unvermögende Personen betreffen, so muss bei biirgerlichen Rechtssachen die Armuth der Parteien nicht nur im Requisitionsschreiben ausdrücklich erwähnt, sondern der Gegenstand (behufs Anwendung der Portofreiheit) auch auf dem l'mschlage (Couvert) als Straf- oder Armensache bezeichnet werden.

2. Auf Requisitionen in Concurssachen findet die Uebereinkunft vom 7. November 1857 keine Anwendung.

3. Requisitionen österreichischer Behörden, welche bloss die Zustellung von Zahlungsaufträgen (Taxnoten an in Sachsen wohnende Zahlungspflichtige betreffen, wovon die bezogene Verordnung vom 16. August 1858 handelt, haben vermöge nachträglicher Uebereinkunft mit der königlichi sächsichen Regierung auch in Sachsen und umgekehrt derlei Requisitionen sächsischer Behörden in Oesterreich die unbedingte Porto- und Sportelfreiheit zu geniessen, es muss jedoch der Inhalt derselben (Taxsache) auf dem Umschlage (Couvert) bezeichnet sein, und ers kt sich di Portofreiheit nur auf die Correspondenzstücke, keinesfalls aber auf Werthsendungen.

Graf Rechberg m. p.
Graf Gołuchowski m. p.

Ritter von Lasser m. p.
von Plener m. p.

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