Page images
PDF
EPUB

1858

Article 32. Le réglement réciproque des comptes aura lien au plus tard à l'expiration de chaque mois. Le décompte et la liquidation du solde se feront à la fin de chaque trimestre.

La réduction des monnaies se fera au taux suivant: 3 francs 75 centimes pour un thaler; 0 fr. 12 centimes cinq dixièmes pour un gros.

Les fractions de moins d'un demi-gros ne seront pas comptées. Celles d'un demi-gros et au-dessus compteront pour un gros.

Article 33. Le solde résultant de la liquidation trimestrielle sera payé en monnaie courante dans l'État au profit duquel le solde sera établi.

Article 34. Deux ans après l'échange des ratifications de la présente Convention, des conférences auront lieu à Paris entre les délégués des États contractants à l'effet de proposer les modifications que l'expérience aurait suggérées pour étendre les avantages que les Gouvernements et les particuliers doivent se promettre de la télégraphie électrique.

Ces modifications devront être consenties de commun accord par tous les États contractants, le refus de l'un d'eux entrainant nécessairement le maintien des dispositions en vigueur.

Article 35. Le Gouvernement de Sa Majesté le Roi de Prusse déclare conclure la présente Convention tant en son nom qu'au nom de tous les États qui font actuellement partie de l'Union télégraphique austro - allemande et de ceux qui y adhéreront par la suite.

Article 36. La présente Convention sera mise à exécution le plus tôt que faire se pourra, et demeurera en vigueur pendant trois ans, à compter du jour de l'échange des ratifications.

Toutefois, les hautes Parties contractantes pourront, d'un commun accord, en prolonger les effets au-delà de ce terme.

Dans ce dernier cas, elle sera considérée comme étant en vigueur pour un temps indéterminé et jusqu'à l'expiration d'une année à compter du jour où la dénonciation en scra faite.

Article 37. Les États qui n'ont point pris part à la présente Convention seront admis, sur leur demande à y accéder.

1858

Article 38. La présente Convention sera ratifiée et les ratifications respectives en seront échangées à Bruxelles dans le plus bref délai possible.

Toutefois le Gouvernement Prussien ne s'engage à ratifier la présente Convention, qu'après avoir reçu l'adhésion de divers États faisant partie de l'Union télégraphique austro - allemande.

En foi de quoi, les Plénipotentiaires respectifs l'ont signée et y ont apposé le cachet de leurs armes.

Fait à Bruxelles, le trente juin de l'an de grâce mil huit cent cinquante-huit.

(L. S.) François Chaurin m. p. (L. S.) Masui m. p. (L. S.) Bourer m. p.

(L. S.) Alexandre m. p.

98.

10 juillet 1858. Publication du Gouverneur 1. R. du Tyrol et de Yorarlberg concernant l’arrangement pris entre les États Riverains à l'égard de l'écoulement des eaux

du Bodensee.

(Landes-Regierungsblatt für Tirol II. Abth. VI. St.) in Folge Erlasses des k. k. Handelsministeriums vom 1. d. M., Z. 1949, wird nachstehende am 27. und 31. August v. J. zu Constanz wegen Regulirung des Bodensee-Wasser-Abflusses von den Abgeordneten der Uferstaaten vereinbarte Convention zur allgemeinen Kenntniss gebracht, mit dem Beisatze, dass diese Convention von Oesterreich am 19. Jänner 1858. von Bayern am 2. December 1857, von Württemberg am 24. Februar 1858. von Baden am 27. Jänner 1858, und von der Schweiz am 22. März 1858 ratificirt worden ist. V'ereinbarung zwischen den Abgeordneten der Bodensee-Uferstaaten Baden, Bayern, Oesterreich, Schweiz und Württemberg, betreffend die Regulirung des Wasserbflusses aus dem Bodensee

bei Constanz.

Artikel 1. Um den bisherigen nachtheiligen Wirkungen der allzuhoben Wasserstände am Bodensee durch künftige Tieferlegung derselben vorzubeugen, soll die abgebrannte Rbeinmühle sammt Nebenwerken bei Constanz nicht wiederhergestellt, die noch vorhandenen Ueberreste dieser Mii!lwerke wd die dazu gehörigen sogenannten Stauzeilen im Rhein beseitigt und überhaupt die Herstellung ähnlicher Wasserbauwerke für die Zukunft nicht mehr gestattet werden.

1858

Weitere Vorkehrungen zur Verminderung der Anschwellungen des Bodensees werden zunächst nicht erforderlich.

Artikel 2. Die grossherzoglich badische Regierung iibernimmt die thunlichst baldige Wegräumung der Ueberreste der abgebrannten Rheinmühle sammt Nebenwerken, sowie die vollständige Entfernung der beiden sogenannten Stauzeilen links und rechts oberhalb der Brücke im Rhein bei Constanz. An den Kosten für die diesfallsige Wegräumung wird der grossherzoglich badischen Regierung die Summe von 1000 fl., mit Worten Eintausend Gulden (im 24"), fl. Fuss) vergüitet (Artikel 6).

Artikel 3. Fiir die von der Stadtgemeinde Constanz erklärte Verzichtleistung auf alle und jede bisherigen Mühlen- und Wasserrechte, wess Namens immer, erhält dieselbe als Entschädigung die Summe von 24.000 A., mit Worten Vierundzwanzigtausend Gulden, wobei derselben ihre weiteren Ansprüche an die grossherzoglich badische General-Brandcasse vorbehalten bleiben.

Artikel 4. Die Lichtweite der jetzigen Brücke darf nicht beschränkt werden.

Fiir den Fall der Erbauung neuer Briicken oder von Uferschutzbauten in der Nähe der jetzigen Constanzer Brücke soll oberhalb und an der dermaligen Stelle derselben das mit 400 Fuss mittlerer Lichtweite berechnete Normal profil, unterhalb derselben aber das bestehende geschlossene Profil am Pulverthurm massgebend sein.

Artikel 5. Sollte in der Folge eine Vergrösserung des Niederwasserprofils beim Ausflusse des Obersees am Leuchtthurm in Constanz erfolgen, so dass ein Herabgehen des niedersten Seestandes unter das bisher bekannte Minimum von 13' 3'' unter dem Nullpunkte des Constanzer Pegels zu befürchten stünde, so soll dieser Senkung durch Feststellung des obigen Profils in der bisherigen Grösse mittelst geeigneter Stauvorrichtungen vorgebeugt werden.

Die Kosten der ersten Herstellung solcher Stauvorrichtungen werden bis zum Maximalbetrage von 5000 fl., mit Worten Fünftausend Gulden , von den sämmtlichen betheiligten Uferstaaten bestritten.

Artikel 6.
Der Aufwand für die Wegräumung der noch vorhandenen
Abtlusshindernisse im Rhein (Artikel 2) mit 1000 fl. und die an die
Stadt Constanz zu leistende Entschädigung (Artikel 3) mit 24.000 il.,

19

zusammen 25.000 A., wird von den betheiligten Uferstaaten in 1858 nachfolgender Weise bestritten werden: Baden, Grossherzogthum, mit

7.000 A. Bayern, Königreich, mit

1.500 Oesterreich, Kaiserthum, mit

7.200 Schweiz, Eidgenossenschaft, mit

7.800 Württemberg, Königreich, mit ..

1.500

25.000 A. Nach den gleichen Verhältnisszahlen soll auch derjenige Beitrag umgelegt werden, welcher für die allental sige Ausführung künftiger Stauvorrichtungen Artikel 5) nöthig werden könnte.

Artikel 7. Für die vorstehende Vereinbarung wird die Genehmigung der betreffenden hohen Regierungen ausdrücklich vorbehalten.

99.

12 juillet 1858. Décret des ministères I. R. des finances et de l'intérieur et de la suprême instance de police sur l'introduction d'un contrôle spécial des passe - ports pour empêcher la contrebande aux districts frontières du Royaume lom

bardo-vénitien.

(R. G. B. 1859, Nr. 107.) Erlass der Ministerien der Finanzen und des Innern und der obersten Polizeibehörde vom 12. Juli 1858, giltig für das lombardisch-venetianische Königreich, über die Einführung der besonderen Passcontrole zur Verhinderung des Schleichhandels in den Grenzbezirken des lombardisch - venetianischen Königreiches gegen die See vom rechten Ufer der Etsch, gegen den Po, längs der Grenze gegen den Kirchen staat, längs der Grenze gegen Modena und Parma, und längs der Grenze gegen den

Canton Graubünden. Im Vernehmen mit dem Ministerium des Innern und der obersten Polizeibehörde wurde beschlossen, die Bestimmungen des Erlasses der Ministerien der Finanzen, des Innern und der obersten Polizeibehörde vom 12. September 1853 (Reichs-Gesetz-Blatt Nr. 179, Seite 1021), über einige Massregelu zur Iliutanhaltung des Schleichhandels mittelst besonderer Passcontrole, vom 1. September 1858 angefangen, in den Grenzbezirken des lombardisch - venetianischen Königreiches gegen die See vom rechten Ufer der Etsch gegen den Po, längs der Grenze gegen den Kirchenstaat, längs der Grenze

1858 gegen Modena und Parma, und längs der Grenze gegen den Canton

Graubiinden in Anwendung zu bringen. Die weitere Bekanntmachung
wird durch die k. k. Statthaltereien in Mailand und Venedig erfolgen.

Freiherr von Bruck m. p.
Freiherr von Bach m. p.
Freiherr von Kempen m.

p.,

F.M.L.

100.

12 juillet 1858. Ordonnance du ministère I. R. du commerce et du commandement suprême de l'armée concernant la compétence dans les demandes de concession pour exercer la navigation à vapeur sur les eaux de l'intérieur du

Pays.

(R. G. B. 1858, Nr. 108.) Verordnung des Handelsministeriums und des Armee-Obercommando vom 12. Juli 1858, giltig für alle Kronländer, mit Einschluss der Militürgrenze, betreffend die Competenz zur Verleihung der Concessionen fiir den Betrieb der Dampfschifffahrt

auf den österreichischen Binnengewässern. In Folge der mit Allerhöchster Entschliessung vom 5. Juli 1858 herabgelangten Genehmigung Seiner k. k. Apostolischen Majestät wird von dem Handelsministerium und dem Armee - Obercommando in theilweiser Abänderung der Handelsministerial-Verordnung vom 29. Jänuer 1858 (Reichs - Gesetz - Blatt 1858, VII. Stück, Nr. 22) und des Erlasses des Armee - Obercommando vom März 1858 (Armee - Verordnungsblatt 1858, Nr. 11), ferner der in Folge der Allerhöchsten Entschliessungen vom 20. October und 23. December 1854 erflossenen Handelsministerial-Verordnung vom 4. Jänner 1855 (Reichs-Gesetz-Blatt. III. Stück, Nr. 9) verordnet:

1. Die Concessionen zur Dampfschifffahrt auf der Donau sind für die Beschiffung dieses Stromes allgemein ohne Beschränkung auf eine bestimmte Strecke zu ertheilen, und es steht diese Concessionsertheilung jener politischen Landesstelle, beziehungsweise jenem Landes - Generalcommando zu, in deren Gebiete das Unternehmen seinen ordentlichen Standort hat.

2. Dessgleichen steht die Ertheiluny der Dampfschifffahrts-Concession für die übrigen Binnen- und Grenzgewässer des österreichischen Reiches, mit Einschluss der Nebenflüsse der Donau, auch, wenn die zu ertheilende Fahrtberechtigung auf mehrere Landesverwaltungs

.

« PreviousContinue »