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Maase, daß des Königs Majestät als Theilnehmer
an den Verhältnissen des Bundes in alle darauf ges
gründete Rechte und Verbindlichkeiten eintreten.

In Urkund dieses. Wien am 10. Jun. 1815.
Winzingerode.

linden.

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des faiserlicy - 8streichischen ersten Herrn Bevolls mächtigten, Fürsten von Metternich, an die königs lich - wirtembergischen Herren Bevollmächtigten, worin derselbe den von wirtembergischer Seite erklärs ten Beitritt zu den eilf ersten Artikeln der Buns des Acte als unzulänglich ablehnt; datirt Wien

den 11. Jun. 1815 %). Die von II. EE. den königlich-wirtembers gischen bevollmächtigten Herren Ministern unterm 10. d. gegebene Erklärung **), über den Beitritt Sr. Majestät des Königs zu dem teutschen Bunde, ist Unterzeichnetem am selben Tage zugekommen.

In der auf den Inhalt einer, von den königlicha wirtembergischen Bevollmächtigten ebenfalls am 10. ers lassenen, frühern Note ***) (welche der Unterzeichnete den sämmtlichen Bevollmächtigten der Bundesglieder, in der gestrigen, als der leßten statt findenden Vera sammlung, mitgetheilt hatte) gegründeten Vorauss reßung, daß der föniglich - wirtembergische Beitritt

*) Diese Note ist diejenige, deren oben, Bd. II, S. 576, Note * erwähnt ist.

A. d. 5. **) Dieses ist die nächstvorhergehende Beilage, Num. 2.

A. d. 5. ***) Sie steht oben, Bd. II, S. 564 ff.

A. D. $.

zu den sämmtlichen Bestimmungen, woraus die Bundes Acte besteht, erfolgen würde, unterzeichneten die Bevollmächtigten eine gemeinschaftliche Annahme der erwarteten Erklärung der wirtembergischen Minister.

Da nun in der später eingelaufenen Note, det Beitritt des Königs, nur auf einen Theil der Bes stimmungen, nämlich von Art. 1 bis 11, beschränkt ist; To bedauert Unterzeichneter, daß es nicht in seiner Bes fugniß liegt, die auf einen völligen Beitritt zu sämmtlichen Artikeln berechnete AnnahmsUrkunde auszuwechseln. Da die Sißungen gestern geschlossen worden, auch bereits mehrere Bevollmächtigte der Buns desglieder von hier abgereiset sind, so erübrigt nichts anders, als daß, wenn nicht vor Ablauf der zur Aug. wechslung der Ratificationen bestimmten Frist, eine andere, den obwaltenden Anstand hebende Erflärung von Seite der föniglich- wirtembergischen Herren Bes vollmächtigten erfolgen sollte, die Berichtigung dieses Gegenstandes auf die Bundesversammlung in Frankfurt verschoben werden müßte.

Der Unterzeichnete hat die Ehre, die föniglich wirtembergischen Herren Bevollmächtigten zu benach, richtigen, daß die Urkunde der Annahme sowohl, als oben erwähnte Erklärung vom 10. bei dem Instru: mente des Bundesvertrags in dem Archiv der kaisers lich - föniglichen geheimen Hof- und StaatsCanzlei nies bergelegt worden sind. Wien, den 11. Junius 1815.

Metternich
Anmerkung des Herausgeber 8.

Die Antwort der königlich-wirtembergischert Herren Bevollmächtigten auf vorstehende Note, datirt ebenfalls vom 11. Jun. 1815, steht oben, Bd. II, S. 575.

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Num. 4.

Si r cular des t. t. Östreichischen ersten CongreßBevollmächs tigten, Herrn Fürsten von Metternich, an die Hers ren Bevollmächtigten der Bundesfürsten und freien Städte, betreffend den von Wirtemberg erflärten Beitritt zu einem Theil der BundesActe, und dessen

Nichtannahme. Wien den 12. Jun. 1815.

Der kaiserl. fönigl. Staats- und Conferenz- und der auswärtigen Angelegenheiten Minister, Fürst von Metternich, giebt sich die Ehre den Herren Bes vollmächtigten der Bundesfürsten und freien Städte per dictaturam die Erklärung mitzutheilen, welche er von den föniglich-wirtembergischen Bes vollmächtigten, in Betreff des Beitritts ihres Hofes zum teutschen Bund erhalten hat.

Da dieser Beitritt sich nur auf einen Theil der Bestimmungen beschränft, worüber die Herren Bes vollmächtigten der Fürsten und freien Städte sich vers einigt haben, die von denselben ausgefertigte An. nah m8 Urfunde aber auf einen Beitritt zu fämmts lichen in der BundesUrfunde enthaltenen Artikeln bes rechnet ist; so hat der kaiserlich - öst reichische Minis ster, in Gemäßheit der in der gestrigen Sißung vom 10. getroffenen Verabredungen, sich nicht befugt ges glaubt, die Auswechslung erwähnter Urkunde vorzus nehmen, und sich demnach darauf beschränkt, an die föniglich-wirtembergischen Herren Bevollmächtigs ten die in Abschrift beigefügte Antwort *) auf ihre Erflärung zu erlassen.

Die Annahme Urfunde ist einstweilen in dem Archiv der t. t. geheimen Hof- und StaatsCanzlei bei dem Original des Bundesvertrago niedergelegt worden.

*) Oben, Beilage Num. 3.

X.

Note des Herrn Bevollmächtigten des herzoglichen Gesammts hauses Anhalt an den föniglich s preußischen Herrn Staatskanzler, Fürsten von Hardenberg, betrefs fend den Vorbehalt der herzoglich - anhaltischen Ans sprüche auf das Herzogthum Sachsenlauenburg;

datirt Wien den 2. März 1815. Der unterzeichnete Bevollmächtigte des herzoglis chen Gesammthauses Anhalt bei dem Congreß zu Wien, hat mit Gewißheit vernommen, daß, vermöge einer besondern Uebereinkunft, von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Regenten von Großbritannien und Hans nover das Herzogthum Sachsen lauenburg auf dem rechten Elbufer, an Se. Majestät den König von Preußen abgetreten worden ist.

In dem von dem Unterzeichneten Sr. Durchlaucht dem königlich - preußischen StaatsCangler, Herrn Fürs sten von Hardenberg, mit der Note vom 7. Dec. v. I. übergebenen, an die hohen verbündeten Mächte gerichteten ProMemoria, find bereits die Rechte und gegründeten Ansprüche des Gesammthauses Ans halt auf das Herzogthum Sachsen-Lauenburg (worin eigentlich den übrigen Fürsten zu Anhalt, nach dem im Jahre 1689 ohne männliche Erben erfolgten Absterben ihres Vetters, des Herzogs Julius Franz zu Sachsen- Lauenburg, mit dem sie von einem gemeins schaftlichen Stammvater abstammen, die Succeffion gebühret hätte) näher bezeichnet worden; und indem derselbe hierauf, der Kürze wegen, sich beziehen zu

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dürfen, um hochgeneigte Erlaubniß bittet, hält er es zugleich für seine Pflicht, seinen Durchlauchtigsten Committenten diese Rechte und Ansprüche auf das Herzogthum Sachsen-Lauenburg, so lange Höchste deuselben nicht eine anderweite angemessene Ents schädigung für dessen Verlust, ihrem in dem gedach. ten Pro Memoria ausgedrückten Wunsche gemäß, von der Großmuth und Gerechtigkeit der hohen verbündeten Mächte zugebilliget worden, für die Folge ausdrüclich vorzubehalten. Er benußt übrigens mit Bergnügen diese Veranlassung, um Sr. Durchl. dem Herrn Fürs sten von Hardenberg die Versicherung seiner größten und innigsten Verehrung zu wiederholen. Wien, den 2. März 1815.

v. Wolfframsdorff.

XI.

No te des Herrn Bevollmächtigten des herzoglichen Gesammts hauses Anhalt, an den königlich großbritannisch, hann överischen ersten Bevollmächtigten, Herrn Grafen von Münster, wodurch diesem vorstehende Note mitgetheilt wird; datirt Wien den

2. März 1815. Der unterzeichnete Bevollmächtigte des herzogli. chen Gesammthauses Anhalt bei dem Congreß, giebt sich die Ehre, Sr. Ercellenz dem königlich - großbris tannischen föniglich-hann överischen Staats- und Cabinets - Minister, Herrn Grafen von Münster, eine Abschrift derjenigen Rote zu überreichen, welche er Namens seiner durchlauchtigsten Committenteu, der Herzoge zu Anhalt, wegen der geschehenen Abtres

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