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demnach bekennen wir offentlich hiermit für unß, unsere Erben und Nachkomblingen, daß uns gemeldt Paland zu Breitenbend, undt seine Brüder die vor: schriften Hauptverschreibungen, die sie auf unser Amt Wilhelmstein hatten, und obgerührter Gestallt gelöst seyn gegen diese Vns, Vns verschreibung über geben, vndt wir derhalben denselbigen Werneren von Paland zu Breidenbend, seinen Brüdern, und Shren Erben oder halteren dieses Briefs, mit ihs rem Wissen, und Willen, für die vorschreibung acht Tausent und Ein Hundert Enkel Bescheidne goldgülden erblicher, Såhrlichen Renten, Namblich auf Vnferen Gülben und Rhenten unsers amts Waffenberg, auf zwei Hundert goldgülden beweist vnd verschrieben haben, Beweisen und verschreiben feftiglich und Erblich in diesem Briff, also daß unsere Rentmeister daheselbst zu Wilhelmstein und Wasenberg ihnen die vierhundert und fünf goldgülten auß unseren gülten und Rhenten versch. von Unsertwegen auf St. Mars tinstag deß hrn. Bischoffs, doch binnen den Nachften 14 Tagen darnach umbfangen, liefern, Hands reichen und wohl bezahlen follen; biß zu der Ablo: sung hernach geliefert, befehlen demnach Euch goddarten von. Wóffelstein Und Theisen von Mayen, vnseren Sekigen und andern nach euch Kommenden Vogten und Rhentmeister zu Wilhelmstein und Warsenberg, Erstlich und feftiglich mit diesem Brieff, daß ihr dem vorbenannten Werneren von Balland, seinen Brüdern, ihren Erben oder haltern, die vorsch. vierhundert und fünf goldgülden oder die rechte Werth dafür, an andere guthen valuirten harten gold - oder fielbernen geld, als in vnserem Fürstenthums gülich gang und genehm ist, off zeit und Termin vorge: rührt auf unseren Rhenten und gülden zu Wilhmstein zwey Hundert Fünf, und aus unseren Rhenten zu Wassenberg auch zweyhundert gold. gulden, wie obgerührt aufgerichtet,

aufgerichtet, handreichet, liefert und muß offermit gebührliche quitan berechnet, auch bemelden von Palland, ihren Erben oder haltern, jährliche Rhenten wie vorschr. zu bezahlen. Zusaget und versprechet, weilen wir sonder einig fordern, oder andern Befehl derhalben zugerparthen, also gehabt und gethan haben, und ob sach wäre, daß vnsere Rhentmeistern vorschr. an Bezahlung der Sahr Rhenten vorschr. ein theil oder zumahl fie euch nachlässig, oder brüchig befunden würden, alsdann mögen bestimmte Werner von Paland seine Brüder und ihre Erben, oder haltere sich an andern unses ren gulden und Rhenten In vnseren Aemteren Wilhmstein und Wassenberg, oder sonst in vnserem Für: stenthumb Gülich gelegen, wohe ihnen solche beliebt, erhollen; wie sie aber also nach zu den ihren nicht kommen Könnten, daß alles verhütte, so Mogen sie vnsere Rhentmeister zu Wilhmstein und Wassenburg vorschr. dafür kammeren vnd helligen als vor ihr eigen schuld, und was käntlich · und beweislichen Schaden, sie, ihre Erben oder halter vorgenannd, und Vnsere Befehlhabere vorschr. derselben båtts, thåten, oder liesen, davon follen und wollen wir sie schadlos halten, und solchen Schaden entrichten lassen waß auch berührter Werner von Palland, seis ne Brüder und ihre Erben oder halter im Fall der vnbezahlung gegen unsere gúter und Befehlshaber, wie vorschr. fúrnehmen und handeln würden, dersel: ben Willen nach, follen wir, unsere Erben, gegen Sie ihre erben, oder halter keine Ungnad kehren, sondern sie der Hauptsummen vnd aller hinterståndigen JahrRhenten und Schadens wie vorschr. und fich gebühret entrichten lassen, ferners ist bey ihnen gefehr warth, daß wir herzog ic. obgenannt unsere

Erben und nach Kömmlingen, wann uns geliebt und gelegen seyn wird, die vierhundert und Fünf Enkel bescheiden goldgülden ErbRhenten vorschr. wieder ahn Unß lößen und ledigen mögen mit acht tausend und Einhundert, derselbigen Enkel, bescheiden Goldgülten Churfürstl. Münzen und Wehrung, guth von gold, und aufrecht ahn gewicht, samt der erschienes nen Sahr Rhenten nach Verlauf der Zeit, in dem darnach Etwaß hinterståndig wåren, und nachdem benannte Werner von Paland und seine Brüder ans gegeben, als sollten die goldgülten in zeit der Bes legung besser gewesen seyen, dann jetzo, wollen und sollen wir unsere Erben und Nachkommlingen die abloße mit Goldgülten thuen, als die Voreltern aufgegeben, oder die Besserung ahn andern guten gewichtigen Goldgülden ablegen lassen nnd erstatten, und wir follen und wollen bemelden, Werner von Poland, seinen Brüdern, Ihren Erben oder hals tern, die Vorgenannte acht Tausent und Einhundert Goldgülden Haubtgelds wie vorschriftlich mit dem ers schienenen Termin wie obgerühret ahn Einer ganger, Ungeteilter Summen, frey, kummerloß und Unbes schwehrt von Jedermann, Binnen eigene unserer Stadt Gülich oder Tühren Ihun, liefern, oder Handreichen. Und also wir oder unsere Erben die loos se, oder Wiedergeltung thun wollen, solches bemeldten Wernern von Polland, seinen Brüdern, oder haltern, ein halb Jahr zuvorn verkündigt werden, undt als die Ueberlieferung umb folches alles In massen vorschriftlich Beschehen ist, so fou unß, una seren Erben und Nachkommlingen dieser Briff wies der überliefert werden. Würde auch dieser Briff Naaß, Löcherich, an Sigelen, Buchstaben oder sonsten gequat, Verwahrloset, verbrandt

oder vers lohren, Ehe er gelóset ware, so soll man gewahren

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Vidimus und Transumpten herauß, undt überges macht, glauben, und Ihnen auf ihr gesinnen gebührs liche Neue Briff derhalben geben lassen, und nachs dem gen. Herr Vnser Herr Vatter feel. obged. Wer: nern von Polland zu Breidenbend durch guth Bes trauen und glauben, und auf sonderlich gnaden vers mittelft seine gebührliche Hulb und Aydt zu Einem Amtmann unseres Ambts Wilhmstein angenohmen, gefågt, und gemacht, wie wir Ihnen auch zu unses rem Ambtmann vorschriftlich ahnnehmen, feßen und machen mit diesem Brief, so soll er hinführo, so lang uns gefallen wird, Vnser Umt vorschriftlich zu Vnserem Meisteren Nußen und Besten

Besten ehrbarlich Bndt Treulich verwahren, Bedienen, Sandhaben, undt verthårigen vor Jedermann der dessgesinnet ges gebührlich recht und schaffen Brtheil gedrye und wies derfahren lassen, und unsere Unterthanen bey gu: ten Gewohnheiten, altem Herkommen und Freiheiten halten als sich gebühret, auch soll er nßere For: ren, Landweren, und alle andere Vnserer Hochheit, Herrlichkeit und Gerechtigkeit unseres Ambts vorschr. trewlich handhaben, verthårigen und auf keinen ans dern Vormunder, verender oder von Semand Unterziehen lassen, dergleichen nicht gestatten, daß Einige eine Wind oder Wassermühlen, Schloss oder Beves ftigung In gedachtem Vnserem Umbt gemachet, oder mit Fischen, Jagen, Quellen, Rottzehenden, oder sonst einige Neuerungen vorgenohmen worden, die uns Unseren Erben und Nachkommlingen oder Unfern Vnterthanen In Einigem Theil oder Manieren abbrüchlich, oder zum Nachtheil seyn mögten. EB wäre dann alles mit unserem, Unserer Erben, und Nachkommlingen Vorwissen und Zulassen davon ihme unser schriftlich Befehl oder Schein Vorbracht wurd, sonderen so sich etwa davon entzogen oder abzubre

chen unterstanden wäre, so soll er sich Erkundigen, und mit allem Fleiß und seiner Macht unterstehen wieder benzubringen, und Indem er solches nicht vermogt, und forderlich mit allem Bericht zu Er: kennen geben, auch soll gedachter Unser Amtmann unseren Rhentmeistern und anderen den Vnseren so unsere Schåß, Rhenten, Gülden auffünften und Ges felle in Bestimbtem Bnserem Umbt von unsertwegen auffbühren und empfangen, fürderlich, behilflich und Beyråthig seyn, und aufsicht haben, damit dieselbige Wnverhindert zu unßeren Meisten Nußen aufgefor: dert und gewandt, auch unsere Unterthanen nicht Ungebührlicherweiß beschweret werden, Vnd fortunferen Ordnungen und Befelhen, die wir hiebevor auffgerichtet, oder ferner aufrichten würden, nach kommen, und sich sonst in unserem Dienst halten, als einen getreuen Diener und Amtmann zu thuen gebühret, damit dann gedachter Werner von Pals land sich zu solchem unserem Dienst halten mag, wollen wir ihme durch unseren Vogten und Rhentmeifteren zu Wilhmstein für Ambts Gehalt Jährlich geben und liefern lassen, Fünfzig Rader Gulden, fols cher Wehrung als wir daselbst in unserem Schak Búhren lassen, dergleichen Fünfzig Malter haabern Vm den zehenden Pfenning von Unsern Bruchten, so muß in gedachten Unserm Umbt fallen.

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Befehlen demnach die Gottarden von Newelstein vorschr. Ønseren jevigen und anderen nach bir Komenden Vogten und Rhentmeistern zu Wilhmstein Vorschr. daß Ihr gen. Wernern von Paland solch geld und habern zu gebührlich - und fåligen Zeiten, wie oben stehet, aufrichtet und liefert, und uns mit seiner Quittanz wie sich gebühret, berechnet, weillen wier also gehat und gethan haben, auch soll

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