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Dem dermaligen Congreß die teutschen Angelegenheiten bez handelt worden sind, vor Augen gehabt. Die nähere Kenntniß der hierüber gepflogenen Verhandlungen, hat die gerechte Besorgniß in ihnen erregt, daß die, allen teutschen Staaten friedensschlußmäßig garantirte, Freis heit und unabhångigkeit untergraben werden konnte.

Deßwegen sind sie, im Namen ihrer Höfe, über folgende Punkte, zu ihrer Sicherheit, und zum alls gemeinen Wohl, übereingekommen.

1) Es soll ein engeres Band der Freund schaft, des Vertrauens, der Zusammensicht und gemeinschaftlicher Handlung in teutschen Staatsangelegenheiten zwischen ihnen seyn.

2) Sie verbinden fich, auch ihrer Seits die teutsche Unabhångigkeit von Innen unb von Ausfen, mit allen ihren Mitteln zu befördern und zu vertheidigen. Sie werden daher auf jede Weise

3) die ihnen zuftehende Befugniß behaupten, zur Abstimmung über die künftige teutsche Bundesverfassung zugezogen zu werden, und sich keine andere als solche Verfassung ges fallen lassen, wodurch ihre Höfe , růcsichtlich ihrer staatsrechtlichen Verhältnisse im Bunde, den an: dern teutschen Höfer, vollkommen gleichges stellt werden.

4) Der Wohlftano und pie innere Ruhe der teutschen Provinzen, ift mit ein wesentlicher Gegenstand ihrer Fürsorge. Um diese zu befestigen, werden sie dahin trachten, so viel möglich, gleiche liberale Verfassungs- und Regierung 85 grundsåpe in ihren Staaten einzuführen, und

fich ihre Ideen und Wahrnehmungen in dieser Hinsicht, freundschaftlich mittheilen; eben so fest und einträchtig aber auch mißverstandenen Grundsáßen und gehaltlosen Ansich ten widerstehen.

5) Also enger verbunden, und einen wesentlichen Bestandtheil des Reichs teutscher Nation bildend, behalten fie fich vor, dieses Bündniß zu erweitern, auf ans dere Gegenstände auszubehnen, und den Zutritt ande: rer teutschen Fürsten und Stände zuzulassen.

6) Noch vor der Aufhebung des Congresses zu Wien, werden sie, úber die Zeit und den Drt ihrer ersten Wiederversammlung durch Bevollmächtigte, übereins kommen.

7) Dieser Freundschaftsvertrag und Concert, fou in der türzesten Frist ratificirt, und bei fürstlichen Ehren und Worten die Festhaltung versichert werden.

XXXVII.

Décision arbitrale

relative au droit de succéder dans le Duché

de Bouillon. (Vgl. unten Bd. VIII. S. 250.) En exécution de l'article 69 de l'Acte final du congrès de Vienne du 9 juin 1815*), la Commission d'arbitres, qui s'étoit réunie à Leipsic, dès le commencement de juin 1816, pour décider la question du droit de succéder dans le

*) Dben Bd. VI, S. 66. Von den Prädenten und den

Gründen ihrer Ansprüdje, 1. ober, Bd. IV, S. 57 ff.

Duché de Bonillon, a terminé le 1er juillet 1816 ses délibérations.

La possession de ce Duché et les in. demnités pour la cession des droits de souveraineté, faite au Roi des Pays-Bas, ont été adjugées, à une majorité absolue, à S. A. le prince Charles - Alain de Roban-Monbazon, duc actuel de Bouillon. M. le baron de Binder, ministre d'Autriche, M. le comte de Castelalfer, ministre de S. M. le Roi de Sardaigne à la cour de Prusse, et M. le comte de Fitte de Soucy, nommé arbitre par le prince de Rohan, ont voté d'une manière pure et simple, d'après les droits de naissance et de famille, en faveur des prétentions du prince de Rohan, petit fils de la soeur du duc de Bouillon, mort en 1792. Le jurisconsulte anglois Sir John Sewell, bitre nommé par le vice-amiral Philippe d'Auvergne, le second des prétendans, s'est déclaré purement et simplement, en faveur des prétentions du vice-amiral. M. le baron de Brokhausen, ministre d'état prussien, a reconnu le droit du prince de Roban, mais sous la condition que celui-ci paieroit au fils adoptif de son grand-oncle l'amiral d'Auvergne, une légitime de six années du revenu de ce duché.

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En conséquence, la question proposée par le congrès, sur le droit de succession au duché de Bouillon, a été décidée à une majorité de quatre voix contre une, et la clause proposée par une seule voix a été rejetée à une majorité de trois voix contre deux.

472

XXXIX,

Note

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1

von

des Königlich - hannoverischen ersten Herrn Bevolls
måchtigten, an den herzoglich - arenbergischen Herrn
Bevollmächtigten, betreffend die Wiedereinregung des
herzoglich - arenbergischen Hauses in seine vorigen
Rechte; datirt Wien den 26. April 1815.

(3u oben Bd. IV, S, 141,)
Der Unterzeichnete wird nicht unterlaffen, den
Inhalt der dem herzoglich -arenbergishen
Herrn Geheimen Rath Freiherrn von Schmaus von
Livonegg unter dem 12. und 23. d. M. ihm zuges
stellten Note zur Kenntniß Sr. Königlichen Hoheit
des Prinzen Regenten von Großbritannien und Hana
nover zu bringen, und trägt kein Bedenken, zum
Voraus zu erkennen zu geben, daß, wenn schon
dem Antrag auf die Wiederherstellung der
vormaligen Landes hoheit des herzoglichen
Hauses Urenberg über

Redlinghausen und
Meppen' entgegen stehen dürfte, daß dieses Haus
bereits vor der erfolgten Befreiung Deutschlands
von fremdem Joche, seine Landeshoheit verloren
hat, demselben auch die Wiedereinfeßung in selbige
durch keinen Vertrag mit den aliirten Mächs
ten zugesichert worden; gleichwohl. Se. Königliche
Hoheit mit Bereitwilligkeit dahin mitwirken wer:
den, daß diesem Hause alle diejenigen Rechte
zugesichert werden mögen, welche, nach den auf dem
hier versammelten Congreß festzustellenden Grunds
fågen, den mediatisirten Fürsten in Ansehung
ihrer Person und ihrer Gúter eingeräumt werden,
auch so wie den Theil der arenbergischen Befigun-

-gen betrifft, welcher Hannover untergeordnet werden
dürfte, auf den von dem herzoglichen Hause gemachten
alternativen Antrag, wegen Bestimmung einer Rente,
alle mögliche billige Rücksicht genommen werden wird,
um diesen Gegenstand zur Zufriedenheit des herzoglis
chen Hauses durch eine g útliche Vereinbarung auş-
zugleichen.

Der Unterzeichnete ergreifet mit Vergnügen diese
Gelegenheit, dem Herrn Geheimen Rath Freiherrn von
Schmaus von Livonegg seiner vorzüglichen Hochachtung
zu versichern.
Wien den 26. April 1815.

Graf von Münster.

XL.

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AntwortSchreiben
des königlich - Preussischen zweiten Herrn Bevollmächs
tigten, an den herzoglich - a renbergischen Herrn Bes
vollmachtigten, betreffend die Wiedereinsepung des
herzoglich -arenbergischen Hauses in seine

vorigen Rechte; datirt Wien den
1. Mai 1815. (3u oben,

Bd. IV, S. 141.)
Em. Hochwohlgebohrn mache ich mir das Vers
gnügen, auf Ihr gefälliges Schreiben vom 23. zu
erwiedern, daß wegen derjenigen die Organisas
tion des Justizwesens betreffenden Punkte,
über welche Sie Beschwerde führen, bereits abbels
fende Verfügungen abgegangen find. Ueberhaupt
können Sie Sich überzeugt halten, daß das her.

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