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Ceci est d'autant plus : urgent qu'il résulterait une infinité de procès et de disputes, s'il pouvait être question du rétablissement de l'ancien lien féodel, vu que nombre de ces fiefs allodifiés ont depuis librement été aliénés et ont passé de main en main, et ont été et pu être validement constitués en hypothèque.

Toute incertitude, à cet égard, serait même très-nuisible pour le crédit des particuliers, et par ce motif même nuisible aux intérêts des nouveaux souverains. C'est par ces motifs urgens que

les possesseurs de ces terres supplient instamment les hautes puissances alliées de bien vouloir insérer dans les actes par lesquels elles céderont ces provinces ou parties d'icelles à tel souverain, la clause expresse :

qué 'tous les anciens fiefs, ressortissans anciennement de l'Empire, des états et des seigneurs d'Allemagne, dont les droits et la suzeraineté ont passé à la France dans ces provinces, de quelque qualité qu'ils soient, soit 'masculins, feminins, ou héréditaires, conservent leur qualité actuelle d'alleu, et que, sous aucun prétexte, il puisse être question de ré

tablir à leur égard l'ancienne qualité féodale. J'ai l'honneur d'être avec la plus haute considération

Monsier le Comte Vienne

de le 6 février 1815. Votre Excellence

le très - bumble et très- obéissant Edmund comte de Kesselstadt

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1,

Darstellung rechtswidriger Handlungen der franzórischen Regierung, in bricht auf das? Privateigenthum in den wieder erobers ten teutschen Låndern auf 8 er linken Rheinseite; nebst Antragen und Borrch lås

Vorsch I gen, wie das Unrecht wieder gut zu machen sey; mit einer Beitagé, den Verkauf der Ges meindegúter betreffend; datirt Wien

den 14. Febr. 1815. Der Friede von Lunéville hat dem franzón, fischen Gouvernement die Souverainetét über das Land linker Rheinseite, 'sammt allem was den Fürsten und Stånden in diesem Lande ans gehörte, übertragen. Durch lektes sind dem Gous vernement Eigenthum und Rechte, von der Souverainetát ganz unabhängig, zugekommen. Das Gouvernement hat sein Grundeigenthum in dies sem Lande spåterhin durch die Zernichtung aller geist und weltlichen Körperschaften u. s. w. wesentlich vermehrt.

Handlungen des fran- A. Betrachten wir das zöfischen Gouvernements als Souverain.

Gouvernement in seinen Handlungen als Souverain,

Die überschrittene souverais I. Daß das Gouvernes ne Gewalt, nämlich Eingriffe in das Eigenthum.

ment, in dieser Eigens schaft, seine Zuständigkeiten (die Rechte des Sous verains) überscritten hat, dieses ist keinem Zweifel unterworfen, seine Gefeßgebung und seine Handlungen bezeugen es. Zum Beleg will man nur Folgendes ausheben, als

1) die 3ehaten, auch

2) viele Renten, Gefålle, Gerechts as me u. d. g. find, ohne Lost å ufe, ohne Ersak, ganz einfach fernichtet, und dem Eigenthümer geraubt worden.

3) Manches Eigenthum, dingliche auch erbliche Rechte, sind eingezogen, vorents halten, und mancherlei Obliegenheiten sind nicht von dem Gouvernement geleistet worden.

4) Der Verkauf aller Gemeindeg úter wurde i verordnet und zum Theil volbracht, durch die Geseke, welche das Vorgesagte verfügten, und durch vielerlei eigenmächtige Handlungen hat das Gouvernement offenbar das Eigenthum angegriffen , und daher das Natur- und Völkerrecht verlegt. Solche Gefeße und Sandlungen, können nichts Rechtskräftiges erzeugen.

Rechte der ihres Eis Den in ihrem Eigenthum Bers genthums Beraubten, und Obliegen beis

legten stehet der Rückgriff nach ten des Gouvernes ihrem Eigenthum zu, oder das ments.

Recht, von dem Gouvernement Entsch å digung zu fordern, dessen Obliegenheit es auch ist, dieselbe zu leisten.

Hintansebung der Rechtss Mit den, unter 2, vorers grundfäße, nämlich der Ver

wähnten Verlegungen des jährung und des rechtmäs figen Besides.

Eigenthums durch Aufhes bung vieler Renten, Gefälle, Abgaben u., selbst mit den Renten, welche beibehalten oder nicht gernichtet find, hångt eine, den bisherigen allgemein anerkanns ten Grundfågen in Hinsicht des recht mårigen Beriges und der Verjå brung, ganz widerstres bende Gesengebung zusammen.

Denn in den meisten Fällen, Renten u. dergl. betreffend, schüßt, nach den neuen franzöfischen Ges Teßen, nicht der rechtmå sige und auf Perjábs

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rung gegründete Berit den Eigenthümer bei seiner Rente rc., sondern er muß den Urtitel beibringen, um fie nicht zu verlieren.

Das Gouvernement hat daher, wie aus dem Ebengesagten klar erhellet, diese allgemein anerkannte Basis, worauf das Eigenthum ruhet, und welche das Eigenthum schüßet, nåmlich den rechtmäßigen Bes firstand und die Verjährung, theils zernichtet, theils verlegt.

Uus dem Vorhergehenden fliessen: Folgerungen , rütsichtlich I) die Rechte derjenigen, der verlegtent Restitution oder Schadloshaltung des

welchen ihr Eigenthuin ges Gouvernements.

raubt wurde, oder die bar: in verletzt sind, in selbiges restituirt, oder dafür schads los gehalten zu werden.

II) Die Obliegenheit des Gouvernements,

a) die Restitution zu bewirken, oder Schadens ersaß zu geben;

b) die Gefeße, in Hinsicht des rechtmäßigen Bes fiestandes und der Verjährung, vollständig her: zustellen.

Zu erlassende Erklärung Eine allgemeine und in Hinsicht des zernichteten Eigenthums und der Eigens

feierliche Erklärung, thumsrechte.

daß für alles jer nichtete Eigenth um und Eigenthumsrechte (z. B. Renten, Gefälle, Erbpachte, Vogteien, Lehen von Privaten zu Privaten, Abgaben welche uneigentlich unter die Zehnten geordnet worden sind, als die Abgabe des zehnten Baumes u. d. g., die tein Gouvernement zu verleşen berechtiget Feye,) Ma a sregeln ergriffen werden sollen, um die Verlegten auf gehörige Weise zu befriedigen Acteu d. Congr. VI. Bd. 4. Heft.

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oder zu entsch å dig ett. Dieses 'wäre eine der Sache angemessene Maasregel.

Durch diese Erklärung wird

a) dem unter der französischen Regierung hints angelegten Völkerrechte gehuldigt,

b) Unrecht gut zu machen versichert, und

c) ein in mehrerer Hinsicht abschređendes Beispiel für die Folge gegeben.

Art und Weise wie das geraubte Eigenthum zu erresen und hers zustellen ift, rúdsichtlich der 3 eh nten, dann der Renten, abgaben und des Eigenthums, unter verschiedenen Berhältnissen und Namen , aud

Erklärung deßhalb. A) Die Zehnten betreffend. Diejenigen, welchen ihre Sehntent geraubt worden sind, hat das Gouvernement zu entido ás digen.

Die Entschådigung ruhet auf Folgendem :
1) auf dem Object,
2) auf dem Werth, und
3) auf der Art, wie der Erfall geschehen soll.

Die Entschädigungs Operation felbft ist sehr einfach, und zwar:

ad 1) das Object ift leicht, mittelft Beauftragter von der Regierung und von Seite der Zehntberechtigten zu bestimmen. Die von der Regierung

der Regierung deßhalb zu Beauftra- : genden, wåren z. B. einige von dem Zehntbezirk nächst gelegenen Bürgermeister, unter Aufsicht des Staatsrentmeisters.

ad 2) Die Festlegung des Werths wird sich aus dem ErtragsQuantum des Zehnten und aus

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