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Art. VI. Ale frühern Sagungen, welche mit der gegen: vårtigen im Widerspruch renn mögen, find, mittelft derselben, abgeåndert oder aufgehoben.

Gegenwärtiges Defret ist indessen nur für eine Probezeit von zehn Jahren festgeseßt, nach welcher dasselbe revidirt und MnGhrn. und Obern zur guts findenden Correktion oder ferneren Beståtigung vor: gelegt werden soll.

Geben in der Großen Kaths : Versammlung den 4. Jenner 1816.

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welche jeweilen am Tage der Wahl zu Ergänzung der

3wcyhundert der Stadt Bern abgelesen werden soll.

Da durch das Defrer über die Erwählung der Zwenhundert der Stadt Bern die Art angegeben und festgeseßt ist, wie die Wahl dieser Zwenhundert fürohin vorgenommen werden solle, und die Ords .nung vom Merz 1718 sich auf diese Wahlart nicht mehr anwenden läßt, ro haben MeGhrn und Obere, in Aufhebung angezogener Drdnung beschlossen und

erkennt: 1) Ben der Wahl zu Ergånzung der Zwenhun: dert der Stadt Bern, rollen ben jedem herauskom: menden Namen alle diejenigen stillschweigend ab: treten, welche in dem nachstehenden Abtritts: Grade verwandt sind, so wie auch diejenigen, welche wegen einer versprochenen, aber noch nicht einges regneten Ehe, in die Verwandtschaft oder Gegen: Verwandtschaft kommen werden, ein solches an: zeigen und gleichfalls den Austritt nehmen sollen; worauf sogleich, und ohne einige Bemerkung noch Empfehlung weder für noch gegen den Betreffenden, alsobald über ihn abgestimmt werden soll,

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2) Bey dieser Wahl: Verhandlung treten ab: die Bluts: Verwandten in auf: und absteigender Linie, als: Vater, Groß: Vater, Sohn, Sohns: Sohn und Tochter : Sohn; so wie diejenigen, welche im ersten Grabe der Seiten : Verwandtschaft ver: wandt sind, als Bruder und Halb: Bruder; dean von der Schwägerschaft: der Schwieger: Vater, der Tochtermann, die Groß:Schwiegervåter oder Groß: Tochtermånner und die Schwäger. In den hier genannten Graden der Schwägerschaft trittet man dennoch ab, wenn schon eine Ehescheidung vorge: gangen ist.

3) Da die Zahl der burgerlichen Geschlechter aus denen die Zwenhundert gezogen werden sollen, auf achtzig als Minimum festgeseßt ist, ro rol ben jeder Wahl von Candidaten vorerst diese Zahl er: gånzt werden; also daß vor allem aus, so viel Månner aus solchen Geschlechtern, welche dermalen kein Mit: glied unter den Zweyhundert der Stadt Bern haben, und zwar aus je einem Geschlecht einer nach den meisten Stimmen als erwählt angesehen werden, als nöthig sind, damit die Anzahl der Geschlechter unter diesen Zweyhundert auf achtzig gebracht werde, wenn selbige Pråtendenten schon nicht unter allen die allermeisten Stimmen hätten; und sollen dann diese so gewählten Candidaten mit und unter allen übrigen, in dem Range ihres Alters in den Großen

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Rath eintreten, indem die Zahl der achtzig Ge; schlechter durch das Candidaten: Verzeichniß ergånzt werden soll.

4) Die ganze Wahl:Operation roll mit offenem Stimmenmehr geschehen, und sollen die wirklichen Stimmen, unter sorgfältiger Gewahrung der Heim: licher von dem präsidirenden Ehrenhaupt seibst gezählt und von dem Staatsschreiber aufgeschrieben werden. Da ben gleichen Stimmen das Loos entscheidet, so soll der jeweilige Président feine Stimme mitzu: zählen befugt seyn.

5. Gegenwårtige Ordnung roll jeweilen am Tage der Berekung abgelesen, und derselben ge: treulich nachgelebt werden.

Geben in der Großen Raths : Versammlung den 5. Jenner 1816.

De t r et über die vor dem Großen Rath zu behans

Delnden Serchäfte.

Wir Scultheiß Klein und Große Räthe der Stadt und Republik Bern, thun fund hiermit:

Nachdem durch Unfre urkundliche Erklärung vom 21. Herbstmonat 1815 die allgemeinen Grund: lagen der Staats : Verfassung in Hinsicht auf die Bildung der höchsten Gewalt ausgesprochen worden; als haben Wir nach angehörtem Vortrag Unsrer Råthe und XVI. in sorgfältiger Vergleichung der Verfügungen dieser Urkunde mit unsern åltern Saßungen und Ordnungen über die Attribute oder Reservate des Großen Raths des Náhern verordnet, und verordnen was von einem zum andern folget.

Art. I. Die souveraine höchste und oberste Gewalt wird ausgeübt durch Schultheiß, Klein und Große Råthe der Stadt und Republik Bern, bestehend aus den Zweyhundert der Stadt Bern und aus Neun und Neunzig von Städten und fandschaften gewählten Mitgliedern.

Insbe:

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