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Vortrag wichtiger Geschäfte bestimmten Wege, und alle Werbungen sind stets den allgemeinen Werb: Reglementen, in Hinsicht auf Polizey und Ereku: tion, unterworfen.

Art. IV. Alen hiesigen Angehörigen bleibt verboten, von fich aus für ganze Corps Capitulationen aufzurichten, oder irgend eine Verbindlichkeit einzugehen oder ab: Zureden, um Mannschaft aus hiesigem Canton in fremde Kriegsdienste zu stellen. Eben so bleibt es denselben verboten, für irgend einen nicht anerkann. ten Kriegsdienst, innert hiesigem Gebiet oder ausser demselben, Werbungen hiesiger Angehöriger auf: zurichten. Die Dawiderhandelnden rollen nicht allein mit der auf die Falschwerberen gefekten Strafe belegt, Tondern, je nach Bewandtniß der Umstände, mit dem Verlust des Landrechts , und auch an Ehre, Leib und Gut gestraft werden.

Art. V. Ein Ausserer, der sich der Werbung oder An: lockung hiesiger Angehöriger schuldig machen würde, roll auf immer des Landes verwiesen, und im nach: herigen Betretungsfalle nach aller Strenge der Ge: reße , wegen dem Leistungsbruch, behandelt werden.

Art. VI.
Diejenigen, welche auf einer solchen, ausser Landes

errichteten Werbung hiesiger Angehdriger fich an: werben lassen würden, sollen, je nach den Umstån: den, ihres Landrechts verlustig erklärt, oder sonst an Ehre, Leib und Gut gestraft werden.

Art. VII.

Hiesigen Angehörigen, die sich für ihre Person allein und aus eigenem freyen Antrieb, ohne vor: herige Anlockung, in fremde öffentliche Kriegsdienste begeben wollen, steht es ferner fren dieß zu thun, wobey es sich von selbst versteht, daß ein jeder, dec in fremdem Kriegsdienst angestellt ist, dem Dienst des Vaterlandes dahin verpflichtet bleibt, daß er dem an ihn ergehenden Rufe der Regierung im Augenblick der Gefahr, ben Verlust des Landrechts, zu folgen schuldig ist; Sache rene denn, er beweife die Unmöglichkeit, daß er diesem Rufe nicht habe Folge leisten können.

Art. VIII. Gegenwärtige Verordnung rou der Sammlung der Gefeße beygefügt, und Kraft derselben die frů: hern, mit derselben im Widerspruch stehenden, auf: gehoben seyn.

Also beschlossen im Großen Rath, den 9. und 16. December 1816.

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Ver o r d n ung

über fremde Anstellungen und Pensionen,

Sitel, Wappen und Adelsbriefe.

In

n Revision der verschiedenen Fol. 148. 153. 202. und 212. des Rothen Buchs enthaltenen Verord: nungen haben MeGhen. und Obere, in Betreff der fremden Anstellungen, Pensionen und Auszeichnun: gen verordnet, was von einem zum andern folgt:

Art. I. Hiesigen Angehörigen steht es ferner fren, in fremder Fürsten und Staaten öffentliche Civil: oder Militairdienste zu treten, insofern dieselben nicht gegen Unser Vaterland gerichtet sind.

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Art. II. Ein hiesiger Angehöriger darf aber feine blei: bende Anstellung von Seite einer auswärtigen Re: gierung unmittelbar an den hiesigen Stand an: nehmen; jedoch kann er einen vorübergehenden Auf: trag oder Sendung bey derselben erfüllen.

Art. III.
Standesglieder, welche feine mit bestimmten
Obliegenheiten und Funktionen verbundene Stelle

oder Beamtung der Republik bekleiden, können, ohne Verlust ihres Ehrensilkes, Offentliche Anstelluns gen im Ausland versehen; hingegen ist keinem Ans. gehörigen, weder Standesglied noch andern, ges stattet, in oder ausser Landes gleichzeitig eine hiesige und eine auswärtige Beamtung zu versehen, wenn er nicht von derjenigen Behörde , rey es von dem Großen oder Kleinen Rathe, von welcher die hiesige Anstellung abhängt, dazu eigens die Begünstigung erhålt.

Art. IV.

Ale auswärtigen Belohnungen an Donatio: nen, Fahrgeldern oder Auszeichnungen, so wie auch an Titeln oder Wappenbriefen, sollen von den be: treffenden Standesgliedern MnGhrn. und Obern, von den übrigen Beamteten und Landes:Angehört: gen aber, welche nicht Standesglieder sind, MnGhrn. den Råthen angezeigt werden, sobald sie erhalten worden.

Art. V. Alle Ehrengeschenke und Auszeichnungen, welche hiesige Angehörige von wegen Gesandtschaften, oder sonst in einheimischem Dienst von fremden Fürsten oder Obrigkeiten erhalten, dürfen anders nicht angenommen werden, als mit ausdrücklicher Bewilligung MrGhrn. und Obern.

Art. VI.

Sollte ein Cantons:Angehöriger zu einer Stelle im Cand ernennt werden, welche mit dem Fortge: nuß einer fremden Schenkung oder Pension, oder einer sonstigen Verpflichtung gegen einen aussern Fürsten oder Staat unvertråglich ist, so soll er diese abschworen, und davon, wo es sich gebührt, An: zeige und Erklärung thun.

Art. VII. Unvertråglich sind mit Pensionen, lukrativen Donationen, oder bestimmten anderwärtigen Ver: pflichtungen, die Ehrenstellen im Kleinen Rath, die Stellen im Appellations: Gericht, die Sechs: zehner : Stellen, die Verwaltung eines Oberamts", die obere Canzlen, und die besoldeten Militair: Stellen ; ferners alle vom Großen Rath selbst zu besetzende, und alle andere Anstellungen, welche auf den Vortrag der betreffenden Behörde, vom Kleinen Rath als unvertråglich würden bezeichnet werden.

Art. VIII. Als solche Pensionen, und lufrative Donatio: nen werden jedoch nicht angesehen, die nach allge: meinen Dienst. Reglementen der betreffenden Macht, oder in Folge der geschlossenen Capitulationen erhalte: nen militairischen Retraite: und Invaliden:Gehalte,

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