Geschichte der geistlichen Bildungsanstalten: mit einem Vorworte, enthaltend, Acht Tage im Seminar zu St. Euseb. in Rom

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Page 382 - «er tu 8 vusroium numerus" unterhalten, religiös erzogen, und in den kirchlichen Disciplinen unterrichtet werden solle. Und wirklich ist der Zweck, welchen die Kirche bei Errichtung der Seminarien hatte, gerade dieser gewesen, diejenigen, welche Diener der Kirche weiden wollen, schon von ihrer zartesten Jugend an un.ter der Aufsicht und gänzlichen Abhängigkeit von den Bischöfen in der Uebung der — ihrem Stande eigenen — Tugenden, und besonders in den heiligen Wissenschaften zu erziehen und...
Page 382 - Zwecke widerstrebtet, den die Kirche bei Errichtung der Seminarien sich vorsteckte, und welche die Rechte der Bischöfe in Anordnung der Erziehung und des Unterrichts der Weltgeistlichen in den ihrem Stande nothwendigen Kenntnissen verletzt, kann von dem heiligen Vater nicht genehmigt werden.
Page 336 - Unter den Professoren der Theologie gab es Männer, welche öffentliche Verführer der Jugend waren und nicht allein ihre Religion, sondern auch die Sittlichkeit untergruben. Das Seminar zu Freiburg im Breisgau zeichnete sich namentlich durch die Immoralität und Verworfenheit seiner Professoren aus. Hier wurde alles verhöhnt und mit Füßen getreten.
Page 387 - Prü« fung und zur Aufnahme in das Seminar empfohlen wird. Mit diesem Zeugnisse hat., sich 3) der Kandidat bei der bischöflichen Behörde zu melden, welche demnächst über die mit ihm vorgenommenen Prüfungen und von deren Erfolg abhängende Aufnahme in das Seminar das Weitere der Immediat-Commission mittheilen wird.
Page 383 - Bischöfen hauptsachlich den Mißbräuchen zugeschrieben, welche daselbst hinsichtlich der Seminarien eingeführt worden sind, und besonders dem Umstände, daß in denselben nur erwachsene Jünglinge aufgenommen werden, nachdem sie ihren Studien-Curs auf den Universitäten vollendet, und in dem Genüsse einer zu großen Freiheit die schädlichsten Grundsätze eingesogen haben. Man muß die Natur des Menschen nicht kennen, wenn man sich bereden will, daß in den Zeiten so großer Verderbniß, in denen...
Page 334 - Kolb war in alle Laster versunken. Er sprach öffentlich im Angesichte der Seminaristen und der Laien der Religion und der Sittlichkeit Hohn. Er führte seine Zöglinge am Freitage in die gemeinsten Schenken und Kneipen, fraß und soff mit ihnen und forderte sie auf, zum Trotze der kirchlichen Fastengebote Fleisch und andere untersagte Speisen zu essen. Er lehrte sie öffentlich, daß die simple Hurerei keine Sünde, [sondern] erlaubt, ja sogar notwendig sei.
Page 383 - Kirche bilden, vorzüglich am Herzen liegen müssen , es für seine Pflicht, darauf zu bestehen, daß sie auf die von dem heiligen Concil...
Page 387 - Immediat-Commission ernstlich zu erinnern, daß sie sich auf demselben und vor ihrer Anstellung auch mit dem Lehrfache (Schulfache), ingleichen mit dem Kirchen-Rechnungswesen bekannt zu machen, und in elfterem fleißig zu üben haben.

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