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auraient pu, ou qu'ils pourraient commettre. 4) Et puis s'il est vrai que, de génération en génération, l'humanité progresse et s'améliore, il serait contradictoire de nier la possibilité du progrès dans l'individu. Mais rien n'encourage davantage qu'une certaine confiance témoignée, et il faut nécessairement faire quelque crédit à ceux dont on désire l'amendement. C'est s'exposer, nous le savons, à beaucoup de déceptions ; mais la régénération d'un coupable, et surtout d'un grand coupable, est un témoignage si réjouissant de la dignité de l'homme, qu'on ne l'achètera jamais trop cher.

Aussi, quand les améliorations que l'on peut encore, semble-t-il, apporter à la répression, telle que nous la concevons aujourd'hui, ne procureraient aucun résultat appréciable ; quand les crimes ne diminueraient ni en nombre ni en intensité, une raison péremptoire nous ferait toujours rejeter les mesures sommaires et générales dont la nouvelle école commence à nous parler. C'est que nous pouvons bien subir sans amertume les mille dangers auxquels nous exposent la présence de nos semblables et les forces qui sont dans le monde, parce qu'il n'y a là qu'une condition nécessaire de la vie ; tandis que nous ne nous résignerons jamais à échanger ces dangers naturels contre les risques ar

1) Les jurés d'ailleurs ne sont pas seuls capables de céder à cette sorte de pudeur, que la loi leur interdit en vain. Nous ne croyons pas nous tromper en disant que l'excessive rigueur du Code pénal français, jusqu'à ce que la loi de 1832 y introduisît le système des circonstances atténuantes, a rebuté jusqu'à la Cour de Cassation, et que dans plusieurs arrêts elle a sciemment éludé des articles dont les peines lui paraissaient monstrueuses. C'est que, même vêtu d'écarlate, le juge ne veut point qu'on le confonde avec un bourreau. Une loi ne mérite pas d'être exécutée, qui ne pourrait l'être que par des esclaves aviliés,

bitraires, beaucoup moindres peut-être, que nous ferait courir la méthode du déterminisme, parce que nous y verrions la profession publique d'un mépris légal de l'individu. Or, pour finir par une grande parole, que nous empruntons à Bossuet, il ne faut pas permettre à l'homme de se mépriser tout entier.

F.-H. MENTHA.

Eidgenössische Geschichten.

Vierte:
Die Restauration.

Zweite Abtheilung.
(16. August 1815 1) bis 16. März 1816.)

Quellen: Eidgenössisches Archiv. Abschied der langen Tagsatzung III, Beilagen von Lit. N. ab. Abschied von 1816, Anhang « Akten, betreffend die Verhandlungen zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und den königlich sardinischen Staaten, in der zweiten Hälfte des Jahres 1815 und in der ersten Hälfte des Jahres 1816 », mit zwei Karten. Repertorium der Tagsatzungsabschiede 1814–1848. Offizielle Sammlung der das schweiz. Staatsrecht betreffenden Aktenstücke 1820. v. Wyss, das Leben der beiden Bürgermeister v. Wyss. Memoiren Metternichs und « Oesterreichs Theilnahme an den Befreiungskriegen ». -- Tillier, Geschichte der Eidgenossenschaft während der sog. Restaurationsepoche, Bd. I. - Allgemeine Zeitung, Jahrgänge 1815 und 1816. – Die ungedruckte Korrespondenz des Genfer Staatsraths Charles Pictet de Rochemont über seine beiden Missionen nach Paris und Turin.

I. Der Pariser Kongress. Der zweite Theil der Restauration ?) der schweizerischen Eidgenossenschaft, welcher sich in den sieben

1) Vom 16. August datirt die Instruktion, die Pictet von der Tagsatzung nach Paris mitgegeben wurde.

2) Vgl. über diesen Begriff das Jahrbuch von 1888, pag. 306. Monaten vom September 1815 bis zum März des folgenden Jahres vollzieht, hat einen andern Typus als der erste, der den Gegenstand unserer letzten Erzählung bildete ; er geht gewissermassen hinter den Coulissen vor sich. Das schweizerische Volk mit seinen Lebensäusserungen ist von der Bühne abgetreten und richtet sich in seinen 22 Einzelwohnungen häuslich ein, ohne sehr erhebliches Interesse für die noch zu erledigenden Fragen an den Tag zu legen, während die Diplomatie das letzte Stück Diplomatenarbeit verrichtet, von welcher noch bis auf den heutigen Tag nicht Alles an das volle Licht der Oeffentlichkeit gelangt ist. 4) Dessenungeachtet sind es gerade diese

1) Die Geschichte des Pariser Kongresses und des Turiner Vertrages ist eigentlich ein Theil der Biographie eines einzelnen Mannes, des Staatsraths Pictet von Genf, dessen noch grösstentheils ungedruckte Korrespondenzen, die sich dermalen in Händen seines Enkels, des Hrn. Edmond Pictet in Genf, befinden, die alleinige wahre Geschichtsquelle, ganz besonders für den Turiner Vertrag sind. Wir verdanken Hrn. Pietet die Bewilligung, diese Aktenstücke bei unserer Arbeit zu Rathe zu ziehen, und es enthält unsere Darstellung jedenfalls nichts, was mit dem gesammten Inhalte dieser Hauptquelle nicht übereinstimmt. Ausser diesen Briefen sind von den Geschichtsfreunden noch besonders die Memoiren Talleyrand's zu erwarten, die namentlich dann von Interesse wären. wenn es ihm möglich gewesen sein sollte, einmal in seinem Leben die Wahrheit zu reden. Zwar soll er ja zu Lamartine geäussert haben: «Ich schreibe sie wahr. » Die Wahrheit ist aber eben keine Dienstmagd, die man heute entlassen und morgen wieder dingen kann, und keine Gewohnheit ist vielleicht schwerer abzulegen als die des Lügens; denn es ist nicht bloss eine Gewohnheit der Zunge oder Feder, sondern zuletzt eine perverse Richtung des ganzen Geistes, wie es neben Talleyrand auch Napoleon I. und seither noch manche Staatslenker erfuhren, wenn auch nicht alle mit der gleichen Naivetät, wie Cavour, es aussprechen: « Die Politik habe mit der Moral nichts zu schaffen. »

In Pictet hingegen begegnen wir einmal einem Mann von ener höhern Klugheit, die begreift, dass das Vertrauen, Partieen des gesammten Restaurationswerkes von 1815/1816, durch welche dasselbe mit der heutigen Politik der Eidgenossenschaft zusammenhängt, und wir werden uns kaum irren, wenn wir annehmen, die

welches in den Charakter und die Zuverlässigkeit eines Menschen gesetzt wird, demselben die meisten jener ausdauernden a guten Beziehungen » verschafft, denen man den Erfolg diplomatischer Verhandlungen meistens zuzuschreiben hat, während die mit Furcht gemischte Bewunderung, welche den Schülern Macchiavelli's von ihren Zeitgenossen entgegengebracht wird, eben nur 80 lange währt als der unmittelbare Erfolg dieser Klugheit, und mit dem ersten Glückswechsel einem entschiedenen Umschlag der Gesinnung Platz zu machen pflegt.

Der Genfer Staatsrath Charles Pictet, der von nun an bis zum Abschluss des Turiner Vertrags im folgenden Jahre nicht nur die Eidgenossenschaft in Paris und Turin vertritt, sondern beinahe die Eidgenossenschaft daselbst ist, ausgestattet mit einer diskretionären Befugniss und einem berechtigten und, unter damaligen Umständen, nothwendigen Vertrauen seiner Mitbürger, wie es kaum jemals ein Unterhändler der Schweiz besessen haben wird, wurde im Jahre 1755 zu Genf aus einer aristokratischen Familie der kleinen Republik geboren. Seinen üblichen Beinamen « de Rochemont » führte er seit seiner Verheirathung mit der Tochter des Genfer Staatsraths dieses Namens. Nachdem er seine Erziehung in der damals berühmtesten Privatschule der Schweiz, Haldenstein bei Chur, erhalten hatte, trat er in das französische Schweizerregiment v. Diesbach ein, in dem er zehn Jahre lang bis zum Jahre 1787 verblieb. In den folgenden Jahren bekleidete er in der Heimat kleinere militärische und civile Staatsämter, zog sich dann aber im Jahre 1794 infolge der Genfer Revolution, in welcher sein Schwager de Rochemont das Leben verlor, in's Waadtland zurück, mit dem zeitweisen Gedanken ganz nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika auszuwandern, die ilim als das Muster eines Staatswesens mit gemässigter Freiheit, im Gegensatz zu der in Frankreich herrschenden Terreur erschienen. Hiezu kam er jedoch nicht, vielmehr verlegte er sich auf dem Gute Lancy, auf dem er lebte, auf rationelle Landwirthschaft, führte namentlich die spanischen Merinoschafe daselbst ein, denen wir öfter in seinen Briefen begegnen und die ihm mit

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