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Die

bedingte Novation

G


nach dem römischen und heutigen gemeinen Recht

von

Dr. R. Römer,

ordentl. Professor des römischen Rechts an der Universität Tübingen.

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DEC 1 4 1920

Druck von H. Laupp in Tübingen.

Seinem

theuern Vater

Friedrich Römer

als Zeichen

freuer Liebe und Verehrung.

Vorwort.

Unsere Aufgabe dem römischen Recht gegenüber ist eine doppelte.

Wir haben die Aussprüche desselben zu sammeln und zum Verständniß zu bringen.

Diese Aufgabe, an welcher seit den Glossatoren gearbeitet wird, ist keineswegs erschöpft. Es gibt noch eine Menge Stellen, welche noch nicht benügt sind für Lehren, über welche sie Aufschluß geben, und eine Menge von Stellen, welche noch nicht richtig erklärt sind. Die Bemühungen in letterer Richtung sind insbesondere unentbehrlich für den Nachweis, welche Bestimmungen der Quellen, weil auf specifisch nationalrömischer Anschauung beruhend, für uns gar nicht brauchbar sind.

Diese eine Hälfte unserer Aufgabe hat den Reiz, welchen die Beschäftigung mit den classischen Schöpfungen der antiken Cultur überhaupt gewährt, freilich nur für den, welcher dem römischen Recht diese Bedeutung zugesteht, nicht für denjenigen, welcher, wie es in neuester Zeit Mode zu werden scheint, das römische Recht für ein unbedeutendes Machwerk und die Leistungen der römischen Rechtswissenschaft für stümperhafte Arbeit hält.

Aber mit Lezteren ist nicht zu rechten, jede ernstliche, tiefer eingehende Beschäftigung mit dem römischen Recht widerlegt diese Anschauung für Jeden, der nur irgend unbefangen an dasselbe herantritt und sich ihm ganz hingibt.

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