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b.

Königl. Bayersche Note an die Gesandten frem- 1806 der Höfe wegen der Königswürde.

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München 1. Jan. 1806.

Unterzeichneter

nterzeichneter Cabinets- und Staatsminister hat als dirigirender Minister der auswärtigen Angelegenheiten, die Ehre, dem Herrn Gesandten . . . auf Befehl seines Allerdurchlauchtigsten Herrn zu eröffnen, dafs Sr. Churfürstl. Durchlaucht zu Pfalzbayern sich enschlos sen haben, die, den Churherren von Bayern ange-. stammte und in der Churfürstl. bisher erhaltene Königliche Würde zum Glanz ihres Hauses und zum Wohl Ihrer Staaten nunmehr auch mit dem Königlichen Titel förmlich zu bezeichnen.

Sr. Königl. Majestät haben die angenehme Erwartung, dafs Sr. Königliche Majestäten etc... nach den bisher unter Höchstdenenselben bestandenen freundschaftlichen Verhältnissen um so mehr geneigt seyn werden, die Fortdauer derselben auch in den veränderten diplomatischen Formen zuzusichern, als Sr. Kaiserl. und Königl. Majestät von Deutschland und Oestreich, und Sr. Kaiserl. und Königl. Majestät von Frankreich und Italien mit der Anerkennung ihres angenommenen Königl. Titels schon tractatenmälsig vorgegangen sind.

Unterzeichneter giebt sich hiernach die Ehre, den veränderten kleinen Titel, unter Vorbehaltung einer künftigen gleichmässigen Mittheilung des gröfsern, hier beyzulegen, und ersucht des Herrn N. etc. seinen höchsten (hohen) Hof davon in Kenntnifs gefällig setzen zu wollen, und benutzt sogleich die Gelegenheit, Sr. etc. die Versicherung u. 8. w. zu erneuern. München den 1. Jan. 1806.

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1 Janv.

VON MONTGELAS.

Supplem. T.IV.

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Wirtembergische Königs - Proclamation, Stuttgard 1 Jan. 1806.

(v. Halem et Runde p. 19. et se trouve en Français dans Journal pol. 1806. n. 6.)

Wir

ir Friedrich von Gottes Gnaden König von Würtemberg, des heil. Römischen Reichs Erzpanner und Churfürst, Herzog von Teck, Fürst zu Schwaben Landgraf zu Tübingen und Nellenburg, Fürst zu Ellwangen und Zwiefalten, Graf zu Limpurg, Schmidelfeld, Suntheim, Hohenberg und Bondorf, Herr zu Heidesheim, Justingen, Rottweil, Heilbronn, Hall, Altdorf und Adelmannsfelden etc.

Kund und zu wissen sey hiemit jedermann, dafs durch die Gnade des barmherzigen Gottes der Friede zwischen Sr. Kaiserl. Majestät von Deutschland und Oesterreich und Sr. Kaiserl. Majestät von Frankreich und König von Italien, am 26. December v. J. geschlossen worden ist.

Nachdem Wir zufolge eines mit Sr. Majestät dem Kaiser von Frankreich und König von Italien unterm 12. December v. J. errichteten Staatsvertrags, der einen integrirenden Haupttheil des zwischen gedachter Kaiserl. Königl. Majestät und Sr. Majestät dem Kaiser von Deutschland und Oesterreich abgeschlossenen Friedens - Tractats ausmacht, die Königl. Würde für Uns und Unsre Nachkommen angenommen haben, so wird solches hiemit von Uns Kraft dieses öffentlich und znr allgemeinen Nachachtung bekannt gemacht.

Wir finden in diesem für jeden trenen Wirtemberger auf die denkwürdigste Art sich auszeichnenden Ereignifs einen neuen Beweis der über Unserm Königl. Hause wachenden göttlichen Vorsehung, und können Uns versichert halten, das auch Unsre sämmtlichen Diener und Unterthanen bey diceer grofsen und unerwartet glücklichen Entwickelung des damit so innig

verbun

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verbundenen Wohls des Vaterlandes von eben densel- 1806 ben Empfindungen der Freude und des Danks durch. drungen seyn werden.

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Die neuen, hiernach eintretenden Verhältnisse eröffnen Uns sogleich die frohe Aussicht, den Wohlstand Unserer sämmtlichen sowohl angestammten, als erworbenen Lande und das Unserm Herzen so nahe liegende Glück Unsrer sämmtlichen

Unterthanen immer mehr erhöhen und befestigen zu können. Unser hierauf rastlos gerichtetes Bestreben wird aber auch durch die sicherste Hoffnung belebt, in dem Danke, der aufrichtigsten Treue und unerschüttlichen Anhänglichkeit Unserer gesammten Unterthanen seine stete Belohnung zu finden, und bleiben Wir denselben; mit Königl. Huld und Gnade zugethan,、

Gegeben in Unserer Königl. Residenz Stuttgardt, den 1. Januar 1806.

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Königl. Wirtembergische Note an die Gesandten 10 Jan. fremder Höfe, wegen der Königswürde, Stuttgardt 10 Jan. 1806.

Unterzeic

nterzeichneter erster Staats- und Conferenz - Minister der auswärtigen Angelegenheiten, hat die Ehre, Sr. Excellenz, dem. . . bevollmächtigten Herrn Ge sandten... auf Befehl seines Allerdurchlauchtigsten Herrn zu eröffnen, dafs Sr. Churfürstl. Durchlaucht sich entschlossen haben, die Königliche Würde nunmehr auch mit dem Königl. Titel zu bezeichnen.

Schon früher wurde durch einen, mit dem Kaiser von Frankreich und Könige von Italien den 12. De cember in Wien abgeschlossenen Tractat festgesetzt, dafs Sr. Kaiserl. Königl. Majestät neben eigener Anerkennung übernommen haben, auch bey allen und jeden, mit Allerhöchstdenselben in Freundschaft stehenden Mächten, die Anerkennung dieses Königlichen Titels zu bewirken. Solches ist nunmehr durch den Tractat vom 26. Dec. von Seiten Sr. K. K. Majestät

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1806 von Frankreich und Italien, mit Sr. K. K. Majestät von Deutschland und Oesterreich bey dem letztern Hofe bewirkt, und indem Unterzeichneter Sr. Excel-, lenz den... bevollmächtigten Herrn Gesandten hiervon in Kenntnifs setzt, und dessen höchstem. Hofe diese, die Person das Haus und die Staaten Sr. Königl. Majestät von Wirtemberg betreffende Abänderung bekannt zu machen ersucht; so hat er zugleich den Wunsch und die Erwartung seines allergnädigsten Herrn zu erklären von den stets freundschaftlichen Gesinnungen Sr... eine solche Theilnahme und baldige Beweise derselben zu erhalten, wodurch die Fortdauer der gegenseitigen diplomatischen Verhältnisse, deren Instrument Unterzeichneter das Glück zu seyn hạt, in den neuen Formen, welche er, was den angenommenen Titel betrifft *), zugleich mitzutheilen die Ehre hat, so wenig als möglich unterbrochen werden, indessen solche durch vertrauliche Communicationen vorerst ersetzt werden müssen.

Unterzeichneter erneuert bey dieser Gelegenheit die Versicherung seiner vollkommensten Hochachtung. Stuttgardt den 10. Jan. 1806.

WINZINGERODE.

3. Bade.

16 Janu. Proclamation des nouveaux titres adoptés par le Marggrave de Bade Electeur du S. E. Romain: , en date du 16 Janv. 1806.

"Nous Charles - Frédéric, par la grace de Dieu,

Margrave de Bade et de Hochberg; Duc de Zähringen; Electeur Souverain du St. Empire Romain; Comte Palatin du Rhin; Landgrave au Brisgau, à Sausenberg et dans l'Ortenau; Prince de Bruchsal, Ellenheim, Constance et Heitersheim; Comte d'Eberstein, Odenheim, Salem et Petershausen, Seigneur de Rotteln, Badenweiler, Hohengeroldseck, Lahr, Malberg, Lichtenau, Reichenau et Ohningen, etc., faisons "En

savoir.'

*) On trouvera plus bas le titre entier pris après le traité de conféderation du 12 Juill. 1806.

"En conformité du traité de paix, conclu entre 1806 S. M. I. et R. d'Autriche, de Hongrie et de Bohème, et S. M. I. et R. de France, et d'Italie, et en vertu des conventions arrêtées entre ce dernier Monarque et nous, et vu les changemens que nos rélations ont éprouvés par là, nous avons jugé necessaire d'adopter le titre qui se trouve à la tête de cet, edit, et qui doit être employé par toutes nos Autorités dans toutes les expéditions faites en grand stile *), mais qui ne servira que jusqu'au mot d'Electeur inclusivement dans toutes celles qui, d'après nos Edits, ne porteront que notre titre en abrégé; à quoi tous nos Serviteurs Employés et Sujets ont à se conformer."

Fait à Carlsruhe, le 16 Janvier 1806.

Signé :

CHARLES - FREDERIC, Electeur.

67.

Convention entre le Roi de Bavière et le Grand- 28 Janv. · Prieur dé la Langue allemande de l'ordre de Malte signée à Munich le 28 Janvier 1806.

(Journal pol. 1806. n. 19. en allemand d. v. Halem u. Runde Actenstücke p. 55.)

S. M. le Roi de Bavière ayant donné une nouvelle

preuve de bienveillance à l'ordre de Saint-Jean de Jerusalem en acceptant la Co- Adjutorerie du GrandPrieuré d'Allemagne pour S. A. R. le Prince CharlesTheodor son fils, elle a aussi voulu régler, d'une manière invariable, les rapports qui doivent exister à l'avenir entre S. A. R. son fils, en qualité de GrandPrieur d'Allemagne et la Langue allemande de l'ordre. En conséquence il a été nommé pour déterminer çes rapports de la part de Sa Majesté S. Ex. M. le Baron de Montgelas, son Ministre des affaires étrangères; et de la part du Prince Grand- Prieur d'Allemagne, le Baron de Pfurdt, Bailli de Brandebourg, et le Baronde Flachslanden, Bailli d'Aquila et Neubourg; lesquels ayant été munis des pleinspouvoirs nécessaires, sont

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Voyés plus bas les titres adoptés après la confederation
du Rhin du 12 Juill. 1806.

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