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34) Rückblick auf die von S.. dem Fürst Pris

mas nach errichtetem rheinischen Bunde und

dadurch geschehenen Auflösung der deutschen

Reichsverfassung und des damit verbundenen

Reichstammergerichts für die Sustentation der

Reichsjustizdiener huldreichst bezeigten Sorgfalt.

Mit einer Aufforderung an die übrigen hödift:

und hohen Souverains zu gleicher Bethätigung. Seite 442

35) Neue Wünsche und Hoffuungen sämmtlicher

Advokaten und Prokuratoren des vormaligen

Kaiserlichen und Reichskammergerichts.

36) Landesherrliche Nassauische Berordnung, die

Staatspensionaire betreffend

37) Gedanken über die Auslieferung der Aften

am vormaligen Kaiserlichen Reichskammerges

richte, auch wie es damit beim Reichshofrathe

gehalten wird

461

38) Konstitution des Königreichs Westphalen

472

39) Nothwendige Berichtigung einer unziemlichen

Stelle in der von dem Fürstlich Primatischen

geheimen Rathe Herrn Freiherrn von Hertwich

zu Frankfurt herausgegebenen monatlichen Abss. ie 59

handlung

-502

40) Bekanntmachung der Königlic Baierischen

Landesdirektion in Schwaben, die Anwendung

der töniglichen Deklaration auf die Gräflid

Fuggerischen Befißungen betreffend

-516

41) Der Rekurs an die künftige Bundesversamm:

lung, nach der Analogie desselben an dem vor:

maligen Reichstage. (Vom Herrn Hofrathe

Dr. Fürstenau, in Beblar.)

521

42) Organisation, die Munizipalverwaltung der

Städte und Gemeinden im Großherzogthum

Berg betreffend

526

43) zu verbessernde Druckfehler in den statisti:

schen Nachrichten von den Befigungen der Freis

herren von Riedesel ?c., im. 11. Heft des rhet:

nischen Bundes, S. 246. - 263.

548

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Verordnung die Rechte und Verbindlichkeiten det

adelichen Gutsbesiker und ihrer Interthanen im Großherzogthum Würzburg betreffende au :

Wir: Ferdinand, von Gottes Gnaden taiferli.

cher Prinz von Oesterreich, königlicher Prin} von Ungarn und Böhmen, Erzherzog von Desterreich, Großherzog zu Würzburg und in Franken Herzog 26. 16. .

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I. The t l. Von den Rechten und Verbindlichkeiten der

Adelichen. Die Rechte und Verbindlichkeiten der adelichen gehen entweder aus thren persönlichen Standesverhältnissen hervor, oder dieselben entwickeln sich aus ihrer Eigenschaft als Giiter: befizer. Der erste Theil unserer landesherrlichen Verord: nungen zerfällt daher wieder in zwei Abschnitte, von denen der Eine ihre persönlichen Rechte und Verbindlichkeiten, der Andere ihre Rechte und Verbindlichkeiten als Güterbe: fiker bestimmen wird.

amit mo Tooistyano

I. b fch n itt. Og von den persönlichen Rechten und Verbindlich!

feiten der Adelichen. $. 1. Wer sich bisher im Genusse der Rechte des dels befand, oder von uns als adelicíanerkannt wird, soll die Rechte des Adels auch in unserem Großherzogthume ges

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9. 4. Alle Attribute der vormaligen Korporationen, Meshyte, Titel, Ehrenzeichen, als da sind die Uniformen, Orden u. dgl., sind erloschen.

Die ehemaligen Direktoren, Räthe, Beamten und Die: ner derselben, welche Uns in Gemäßheit der Verträge mit den betheiligten Souverains zugetheilt werden, sollen nach Maasgabe des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25ten Februar 1803. 5. 59. behandelt werden.

Die Kantonsschulden, welche uns zur Bezahlung iiber: wiesen werden, sollen wie Landesschulden betrachtet, und die Zinsen bis zu ihrer gänzlichen Bezahlung pünktlidentrichtet werden.

S. 5. Der adeliche in unserem Großherzogthume ist ein Staatsbiírger, und zwar ein privilegirter Staatsbürger. Als Staatsbitrger hat er alle Rechte eines solchen. Wir geben demselben insbesondere die bisher beschränkt gewesene Fähigkeit zum Erwerbe bürgerlicher Gifter. Dagegen soll derselbe auch alle Verbindlichkeiten eines Staatsbürgers ers Millen, wenn das Gefeß ihn nicht ausdrücklich hievon be: freit.

S. 6. Die Privilegien der Adelichen sind folgende: Vor: erst haben dieselben das Recht, die vermöge der Verordnung vom 18ten März d. J. bestimmte Uniform zu tragen.

Jeder volljährig gewordene hat fiir fich das Recht hicrzu, nicht minder jeder Minderjährige, wenn er wirkli: cher Güterbesiker ist. Wer noch nicht volljährig, oder kein wirklicher Güterbesizer ist, bedarf hierzu unserer ausdrücks lichen Bewilligung

9. 6. Dem adelichen steht das Recht auf den priviles girten Gerichtsstand unseres Hofgerichts für sich seine Gemahlin und Kinder zu. Ihre Dienstboten find dem Forum ihres Wohnsiges unterworfen.

$. 8. Das Recht auf diesen privilegirten Gerichtsstand umfaßt alle bürgerlichen und peinlichen Fälle. Sollte ein

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