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nes derselben, als fie dem mørtlichen Inhalte der offentlia chen Proclamationen der verbündeten Mädyte widersprechen.

Nicht nur die im Namen II. MM. des Kaisers von Rußland und des Königs von Preussen zu Kalisch erlasses ne Proclamation verhieß Deutschlands Fürsten und Vila tern Freiheit und Unabhängigkeit; das kaiserlich - strei. chische Manifest und alle in der Folge erlaffene Pročia. mationen, selbst der Pariser Friedenstractat, wiederhol. ten aufs feierlichfte diese Verheissungen.

Konnten dieselben wohl ausschließend für die Fürsten des Rheinbundes gemeint reyn, dessen schmåhliche Ket. ten zerbrochen find?

Soll der Lohn derjenigen, die ihre Anhänglichkeit an das teutsche Vaterland und seine Verfassung, seit Jahrs hunderten bis zum leßten Augenblick, mit ihren Blute besiegelt, und durch die schmerzlichsten Opfer und leiden aller Art bethätigt haben, in der Fortdauer ihrer Unters brückung bestehen?

Sollte der so laut ausgesprochene Wunsch, und die unverjährte Anhänglichkeit von 1,200,000 Unterthanen an ihre angeborne Herren keine Nücksicht verdienen?

So sehr es schmerzt, bis jeßt diese Fragen ieder entschieden, noch wenigstens durch eine provisorische Verfügung den tåglich fich erneuernden Bedrückungen endlich Schranken geseßt zu sehen; so getroft die durch den Rheinbund unterjochten Reichsstånde dieser Entscheid bung entgegen harren: 1o- perpflichtet halten fie sich doch fåmmtlich, das eben angeführte Verfahren für Sache der usurpation ,, für Fortfeßung. der na pole da nischen unterjo chung und Tyrannei zu erklären, und dagegen fich, ihren Nachfommen und Interthanen ihre Rechte aufs feierlidifte fu Berwahren.

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Und da es nicht allein fein Verbrechen feyn kann, Kaiser und Reich treu geblieben zu reyn, sondern dieser edle teutsche Sinn von den allerhöchsten Monarchen, durch Vernichtung des Rheinbundes, in allen Proklamationen und Accessions Vertrågen, auf das lauteste gebilligt wors den ist; ro'bitten die Unterzeichneten, in ihrem eiges nen, und im Namen ihrer abwesenden fich mit ihnen in gleicher Kategorie befindenden Mitstånde, ehrfurchtvol. lest und dringenft die allerhschsten Monarchen, auch dies se für sie sprechenden Rechtstitel ju be růd fich tis gen, ihnen in der teutschen Staatsverfassung ihre unverå urperlichen Repräsentations Rechte, durch gereßliche oberstrichterliche Gewalt geschüßt, ftis rückzustellen, und bei den über die teutschen Angeles genheiten abzuhaltenden Berathungen sie in ihren Bes vollmächtigten zu zuziehen.

Wien den 30. Jänner 1815.
Elisabeth, Fürstin von Fürstenberg, geborne fürs

stin von Thurn und Taris, Vormunderin.
Landgraf von Fürstenberg.
8. G. Fürst von Metternich - Winneburg - Dhifenio

hausen.
Prosper Fürst von Sinzendorf.
Carl Fürst von Croy, im Namen des Herzogs von

Cron.
Ludwig Fürst von Hohenlohe Bartenstein,

Feldzeugmeister, für alle Agnaten.
Joseph Fürst von Schwarzenberg.
Alfred Fürst von Windischgrå B.
Freiherr von VrintsBerberich für Ihre Durchlaucht

die Fürstin von Thurn und Šaris.
Ferdinand Erbprinz von Solms Bra un fels.
Friedrid, Graf von Solms kaubach.

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Alexis Erbgraf von Bentheim.
Graf von Waldbott s Barrenheim.
Clemens Graf von fooz.Corswarem für den Hera

zog von looz-Cors warem.
St. G. Graf zu Dettingen und Wallerstein,

als &ltester Agnat des Hauses Dettingen. Joseph Altgraf von Salm Reifferscheid. Dyd.

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Berichtigung zu BD. I., Heft 1, S. 40, Note *. Diefer, wie es scheint, halb offizielle Artikel befand fich, unter dem Datum Wien den 23. Nov. 1814, fuerit in dem zu Wien erscheinenden Destreichischen Beobachter Zeitungsblatt) vom 24. November, und zwar angeblich aus der prager Zeitung entlehnt. Die legte lieferte ihn aber erst spåter, nämlich in ihrer Nummer vom 25. Nos. 1814.

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Not e des Bevollmächtigten vieler teutschen fürfilichen

und gråflichen Häuser, welche durch die rheio nische Bundesacre andern Fürften untergeords net wurden, Herrn Geheimenraths von Gárt, ner, an die Herren Bevollmächtigten der aller's höchsten verbündeten Mächte, betreffend eine fós niglich - würtembergische Verfügung wegen Einführung landståndischer Verfassung; datirt Wien ben 27. Febr. 1815.

Mit einer Beilage.) Die anliegende Verfügung des Ministeriums zu Stuttgart liefert einen neuen Beweis, wie höchst n8, thig die bereits mehrmal erbetene Entschließung des ho. hen Congresses über die voreiligen würtembergischen Landtag 8 - Anordnungen ist. Es roll, Inhalts ders felben, nicht von Begutachtung und Berathung der Stånde, sondern nur von definitiven Befinns mungen der h&chsten Staatsgewalt, und von An. herung des Bescheids über die Obliegenheit der Stånde, die Nede seyn.

Die von Napoleon unterbrückten Reichsstånde, wels che jetzt, mit eben so großem Rechte als ehöfurchevolen Vertrauen, ihre Herstellung hoffen, glauben es der Ehrs furcht für die allerh&dysten Mächte, fo wie der Pflicht für sich ihre Familien und Unterthanen fchuldig zu seyn, solchen willkührlichen Geboten nicht zu buldigen, sondern

Acten d. Cong. I, BD, 4$ St.

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