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Vorwort.

Der Herausgeber wurde bereits vor mehreren Jahren veranlasst, die Bearbeitung der vorliegenden, vorzugsweise für die Deutschen Bundesstaaten bestimmten, Sammlung zu beginnen, deren Druck indessen, wegen der nöthigen Eintheilung des Ganzen, längere Zeit ausgesetzt bleiben musste. Bei derselben wurden, ihrem Zwecke gemäss, fast durchgängig die besten officiellen Quellen zum Grunde gelegt, so wie den einzelnen Urkunden, da, wo es erforderlich schien, erläuternde-historische und statistische Anmerkungen, nebst den nöthigen literarisehen Nachweisungen, hinzugefügt. Es ist zwar im Allgemeinen möglichst eine chronologische Ordnung beobachtet worden, jedoch schien es zuweilen zweckmässig, von derselben, namentlich in Fällen des Zusammenhanges früherer und späterer Urkunden, abzuweichen. Auf die Correctur ist die grösste Sorgfalt verwendet, es kann aber bei einem schwierigen Drucke dieser Art kaum verlangt werden, dass derselbe von jedem Versehen frei Das bisher Gelieferte berechtigt indessen zu der Hoffnung, dass der Druck correcter seyn wird, als der mancher anderen Sammlung diplomatischer Urkunden. Der erste,

sey.

wegen seines Umfanges auf den Wunsch der Verlagshandlung in zwei Abtheilungen ausgegebene, Theil des diplomatischen Archives enthält: die wichtigeren älteren Quellen aus dem Zeitraume vom Westphälischen Frieden bis zum Wiener Congresse und zweiten Pariser Frieden, so wie die mit den Pariser Friedensschlüssen und den Bestimmungen der Wiener Congress-Acte, besonders hinsichtlich der Territorial - Veränderungen, in unmittelbarem Zusammenhange stehenden, auch neueren, Verträge und sonstigen Actenstücke. Die folgenden Theile enthalten : die organischen Gesetze des Deutschen Bundes, so wie die wichtigeren Bundesbeschlüsse, Staatsverträge u. s. w. über allgemeine Wohlfahrts - Angelegenheiten, Handel und Schifffahrt, Presse, Kriegswesen, Kirche, Verhältnisse der Standesherrn, Territorial-Angelegenheiten u. s. w.

Indem der Herausgeber die Nachsicht derer in Anspruch nimmt, welche durch ihren praktischen Beruf zu einer Würdigung dieses, mit manchen Schwierigkeiten verbundenen, Unternehmens berechtigt sind, fühlt er sich verpflichtet, für die, namentlich Seitens hoher Behörden, ihm gewordene Aufmunterung und Unterstützung seinen Dank mit der Bitte auszusprechen, ihm das bisher erwiesene Wohlwollen auch ferner zu erhalten.

Erste Abtheilung.

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I.

Instrumentum Pacis Osnabrugense CaesareoSuecicum, d. d. XIV. (XXIV.) Oct. 1648.")

In Nomine Sacrosanctae et Individuae Trinitatis, Amen.

Notum sit universis et singulis, quorum interest aut quomodolibet interesse potest.

Postquam a multis annis orta in Imperio Romano dissidia, motusque civiles eo usque increverant, ut non modo universam Germaniam, sed et aliquot finitima Regna, potissimum vero Sueciam, Galliamque ita involverint, ut diuturnum et acre exinde natum sit bellum; primo quidem inter Serenissimum et Potentissimum Principem ac Dominum, Dominum Ferdinandum Secundum, Electum Romanorum Imperatorem Semper Augustum, Germaniae, Hungariae, Bohemiae, Dalmatiae, Croatiae, Sclavoniae etc. Regem, Archiducem Austriae, Ducem Burgundiae, Brabantiae, Styriae, Carinthiae, Carniolae, Marchionem Moraviae, Ducem Luxemburgiae, Superioris ac Inferioris Silesiae, Wurtembergae et Teckae, Principem Sueviae, Comitem Habsburgi, Tyrolis, Kyburgi et Goritiae, Landgravium Alsatiae, Marchionem Sacri Romani Imperii, Burgoviae ac Superioris et Inferioris Lusatiae, Dominum Marchiae Sclavonicae, Portus Naonis et Salinarum etc. inclytae memoriae, cum suis foederatis et adhaerentibus ex una: et Serenissimum ac Potentissimum Principem ac Dominum, Dominum Gustavum Adolphum, Suecorum, Gothorum et Vandalorum Regem, Magnum Principem Finlandiae, Ducem Esthoniae et Careliae Ingriaeque Dominum etc. inclytae recordationis et Regnum Sueciae, ejusque foederatos et adhaerentes ex altera parte: Deinde post eorum e vita discessum,

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