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Königl. Französische Laubthaler von Anno

1726 bis 1783 einschliefslich Detto von Anno 1784 und 1785 . Alle halbe Laubthaler von voriger Regie

rung bleiben gänzlich verrufen.

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BEMERKUNGEN zu dem vorstehenden Beschluss des oberrheinischen

Kreises, d. d. 3. April 1786. Es ist, darauf bezüglich, hier anzuführen: a) dafs, indem damit dem reichsgesetzmässigen Ducaten (als Maassstab zur Schätzung aller übrigen damals noch tarifirten Goldsorten) der äussere Werth von 4 Gulden 18 Kr. des 20 Guldenfusses, oder 5 Gulden 10 Kr. des 24 Guldenfusses, beigelegt ward, dadurch die gesetzliche Proportion zwischen Gold und Silber bestimmt worden ist, zu 1 Gold gleich

14,1%. Silber wo denn nur erst, wenn hierauf 4105. Procent zugelegt werden mit die von Oesterreich, durch die Bestimmung des äussern Werths des Ducatens zu 4 Guld. 30 Kr., welches 5 Guld. 24 Kr. des 24 Guldenf. beträgt, angenommene Proportion v. 15:28 sich herausstellet, die an sich schon um 4. Procent und mithin um . v. der im J. 1986 eingeführt gewordenen gesetzl. franz. Proportion von 1542

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14 100

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überstiegen war, dergestalt, dass also die, durch den besagten Kreisschluss vom Jahr 1786, hier zu Lande gesetzlich promulgirte Proportion, von den gleichzeitigen österreichischen und französischen Bestimmungen überstiegen war um resp. 41%. und 51

6. Procent. Das ganz Unangemessene dieser, von dem oberrheinischen Kreis damals geschehenen Proportionsbestimmung, wird nicht unwahrgenommen bleiben, wenn erwogen wird, was in der IVten Abhandlung in den Bemerkungen zum 3ten Absatz des Vereins vom Jahr 1765 von den Gründen zu der, in solchem Betreff, früher beobachteten Gleichförmigkeit mit Oesterreich, angeführt und was hieroben von den Motiven zu entnehmen ist, welche Oesterreich zu der von ihm, im Jahr 1786 getroffenen Abänderung der conventionsmässigen Proportion geleitet haben.

Mit der im Jahr 1786 von Oesterreich verfügten Proportions - Veränderung und den darauf bezüglich von ihm getroffenen oberwähnten Anordnungen, hätte, wenn die Sache gehörig erwogen worden wäre, der oberrheinische Kreis sich pure conformiren müssen. Gegen die im Jabr 1765 geschehene Annahme der OesterreichBaierischen Proportionsbestimmung konnte, damals, mancherlei angeführt werden, was aber

Alles, um Uebereinstimmung im deutschen Münzwesen zu erzielen, nicht beachtet ward. Jetzt, im Jahr 1786, wo die von Oesterreich getroffene Maasregel sich hingegen, von allen Seiten betrachtet, rechtfertigte; jetzt, wo Oesterreich der nunmehr aufgestellten französischen Proportion sich angemessen genähert hatte, da conformirte man sich nicht mit Oesterreich, obgleich in den 1760" Jahren schon die Annäherung zur französischen Proportion als ersprieslich vielfältig dargestellt worden

war, und nur um deswillen nicht, so viel als doch erforderlich schien, eintrat, um hierdurch sich mit Oesterreichs Münzsystem nicht in Dissonanz zu setzen.

Dem nicht Handel treibenden Publikum gereichte es besonders zu Beschwerniss und Nachtheil, dass, im J. 1786, im oberrheinischen Kreise, in Ansehung der gesetzlichen Proportion zwischen Silber und Gold, nicht in Uebereinstimmung mit Oesterreich verordnet worden.

Oesterreich hatte nämlich, wie schon erwähnt, die Proportion zwischen Silber und Gold zu 151* (15153) Silber, für 1. Gold; der oberrheinische Kreis hingegen, davon abweichend nach eigenem Bedünken, eine andere zu 1417 Silber, für 1 Gold angenommen, welche von der besagten österreichischen Proportion, um circa 41%. Procent, überstiegen war.

In Folge dieser Abweichung bestimmte sich, im oberrheinischen Kreis, die Schätzung des Ducaten zu 5 Gulden 10 Kr. des 24 Guldenfusses und mithin um 14 Kr. des 24 Guldenfusses niedriger als die, von der österreichischen Proportion zu 1526. Silber für 1 Gold resultirte, Schätzung von 5 Gulden 24 Kr. des 24 Guldenfusses.

Dieser Schätzungs-Unterschied war immer noch stark genug, um im oberrheinischen Kreis der Entfernung der Goldmünzen aus dem Reiche des circulirenden Gelds Fortdauer zu geben, welche schon vor dem Jahr 1786 eingetreten war,

weil daselbst während bereits, von dem Marktpreiss des Goldes und von auswärtigen gesetzlichen Proportionsbestimmungen her, der Goldwerth des Ducaten zu 5 Gulden 24 Kr. des 24 Guldenfusses sich berechnete die Goldmünzen immer noch nach der (m. s. Seite 194 oben) angenommenen, Conventions - Proportion von 1411 (1416) Silber für 1 Gold, geschätzt waren, und hiernach u. a. der Ducat zu dem äusseren Werth vọn nur 4 Guld. 10 Kr. des 20- oder 5 Gulden des 24 Guldenfusses tarifirt gewesen ist, mithin, über diesen Werth hinaus ihn anzunehmen, niemand gezwungen werden konnte.

Bei solcher, durch die beibehaltene veraltete Proportion von 1410 Silber für 1 Gold, bewirkten, schon vor dem Jahr 1786 eingetretenen

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und, durch das Kreisedikt vom 3ten April desselben Jahres, festgehaltenen Verdrängung der Goldmünzen aus dem Geldumlauf, wurden sie von der Handlung als Waare, im eigentlichen Sinn, behandelt und, wie es die jeweiligen Handlungs - Conjuncturen mit sich brachten, abwechslend, bald auf eine bald wieder auf eine andere Art, geschätzt gegeben und angenommen.

Den Goldmünzen gesetzlich gar keinen, oder, was auf dasselbe hinausläuft, einen ganz ungemessenen, zu niedrigen, Preiss gegen Silbergeld beizulegen und dadurch lediglich der Handlung zu überlassen denselben, nach Umständen, steigen und fallen zu lassen, würde nicht nur kein Uebel-seyn, sondern

sogar, wegen der Wandelbarkeit des Werths des Golds, dem Sachverhalt angemessen erscheinen, wenn nur rechnungskundige Kaufleute allein, die den zur Schätzung des Goldgelds dienlichen Ergebnissen der grossen Märkte zu folgen verstehen, davon Gebrauch zu machen in dem Fall wären.

Allein das Gold ist bestimmt auch andern als Handelsleuten, und zwar als Geld, zu dienen und es kann nicht rathsam erscheinen, die Geldeswürde den Goldmünzen gänzlich zu nehmen, schon der Fälle wegen, in welchen sie angemessener als Silber gebraucht werden können. Daraus ergiebt sich die, durch die bisherige

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