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Reichsgesehblatt

für die

im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder

erscheint im Verlage der k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien, I. Bezirk, Seilerstätte 24, auch im Jahre 1908 in der deutschen, böhmischen, italienischen, kroatischen, polnischen, rumänischen, ruthenischen und slowenischen Sprache.

Der Abonnementspreis für den ganzen Jahrgang 1908 des Reichsgesetzblattes in jeder dieser acht Ausgaben beträgt pro Exemplar zum Abholen oder mit portofreier Zusendung 8 K.

Zu abonnieren ist im Verlage der k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien, I. Bezirk, Seilerstätte Nr. 24, wo auch einzelne Jahrgänge und einzelne Stücke des Reichsgesezblattes bezogen werden können.

Da das Reichsgeschblatt im Abonnement nur gegen vorherigen Erlag des Jahresabonnementbetrages abgegeben beziehungsweise versendet wird, ist gleichzeitig mit dem Abonnementauftrage auch der entfallende Geldbetrag zu entrichten; behufs Ermöglichung einer schnellen und klaglosen Zustellung durch die k. k. Post ist nebst der genauen Wohnungsadresse auch der betreffende Postbestellbezirk anzugeben.

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Der Verschleißpreis für den Jahrgang 1907 wird anfangs Jänner 1908 bekannt gegeben werden. Einzelne Jahrgänge der anderen sieben Sprachausgaben vom Jahre 1870 ab sind zu denselben Preisen zu haben, wie die deutsche Ausgabe.

Beim Bezuge von mindestens 10, jedoch beliebigen kompletten Jahrgängen des Reichsgeseßblattes auf einmal, wird ein Nachlaß von 20%, beim Bezuge von mindestens 25, jedoch beliebigen kompletten Zahrgängen des Reichsgeseßblattes auf einmal, ein Nachlaß von 25% und beim Bezuge von mindestens 35, jedoch beliebigen kompletten Jahrgängen des Reichsgesezblattes auf einmal, ein Nachlaß von 30% gewährt.

NB. Abgängige oder mangelhaft zugekommene Reichsgesezblätter der deutschen Ausgabe find längstens binnen vier Wochen nach ihrem Erscheinen, und solche der nichtdeutschen Ausgaben längstens binnen sechs Wochen nach Ausgabe der Repertorien und des Titelblattes zu den einzelnen Ausgaben direkte bei der t. f. Hof- und Staatsdruckerei in Wien, III. Bezirk, Rennweg Nr. 16, zu reklamieren.

Nach Ablauf dieses Termines werden Reichsgesezblätter ausnahmslos nur gegen Entrichtung des Verschleißpreises ( Bogen = 2 Seiten zu 2 h) erfolgt.

Nachdem die sämtlichen Jahrgänge der deutschen Ausgabe vom Jahre 1849 ab und jämtliche Jahrgänge der anderen sieben Sprachausgaben vom Jahre 1870 ab vollständig komplettiert sind, kann nicht nur jeder einzelne Jahrgang um den oben erwähnten Verschleißpreis, sondern auch jedes einzelne Stück aller dieser Jahrgänge um den Verschleißpreis ( Bogen 2 Seiten zu 2 h) aus dem Verlage der k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien, I. Bezirk, Seilerstätte Nr. 24, bezogen werden; hiedurch ist die Möglichkeit geboten, mangelhafte Jahrgänge zu vervollständigen und Blätter nach Materien zu reihen.

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Jnhalt: (No 2—4.) 2. Kundmachung, betreffend den Beitritt der städtischen Steuerkasse in Graz zum Anweisungsverkehre des k. k. Postsparkassenamtes. 3. Verordnung, womit der Betrag der fassionsmäßigen Ausgabenpost für die Führung des Tekanatsamtes in Ansehung der Dekanate der Diözese St. Pölten festgesezt, beziehungsweise geregelt wird. — 4. Verordnung wegen Durchführung der Bestimmungen, betreffend die Einhebung einer Gebühr für den im Überweisungsverfahren versendeten Zucker.

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Kundmachung des Finanzministeriums Verordnung des Ministers für Kultus und des Handelsministeriums vom und Unterricht und des Finanzmini16. Dezember 1907,

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fters vom 30. Dezember 1907,

womit der Betrag der faffionsmäßigen Ausgabenpost für die Führung des Dekanatsamtes in Anschung der Dekanate der Diözese St. Pölten festgescht, beziehungsweise geregelt wird.

In teilweiser Abänderung der Ministerialverordnung vom 19. Juni 1886, R. G. Bl. Nr. 107, wird der Betrag der Dekanatsauslagen, welche in den nach dem Geseze vom 19. September 1898, R. G. Bl. Nr. 176, einzubringenden Einbekenntnissen als Ausgabepost anzuerkennen sind, unbeschadet der Prüfung der Frage, ob dem betreffenden mit der Führung der Dekanatsgeschäfte betrauten Pfarrer eine Kongruaergänzung aus dem Religionsfonds, beziehungsweise aus der staatlichen Dotation desselben im Sinne des bezogenen Gesezes überhaupt gebührt, für die Dekanate Krems, Scheibbs, St. Oswald und Gerungs mit je 260 Kronen, für die Dekanate Waidhofen a. d. Ybbs, Wilhelmsburg, Ybbs, Spih, Weitra, Ottenschlag, St. Pölten und Waidhofen a. d. Thaya mit je 240 Kronen und für die übrigen Dekanate mit je 200 Kronen festgesezt.

Die Bestimmungen dieser Verordnung haben mit 1. Jänner 1908 in Kraft zu treten.

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4.

Verordnung des Finanzministeriums vom 2. Jänner 1908

Für das Jahr 1908 wurde diese Menge mit 20.000 Meterzentner festgesezt.

§ 2.

Die Gebühr ist von dem Versender vor der

wegen Durchführung der Bestimmungen, betreffend die Einhebung einer Gebühr für Abfertigung der Sendung seitens des Versendungsden im Überweisungsverfahren versendeten

Zucker.

In Durchführung des Abschnittes II des Schlußprotokolles zu Artikel XIII des Vertrages, betreffend die Regelung der wechselseitigen Handels- und Verkehrsbezichungen zwischen den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern und den Ländern der heiligen ungarischen Krone, R. G. Bl. Bl. 278, wird im Einvernehmen mit dem königlich ungarischen Finanzministerium nachstehendes angeordnet:

§ 1.

Für die im Verkehre zwischen den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern und den Ländern der heiligen ungarischen Krone sowie mit Bosnien und der Hercegovina vorkommenden, dem Überweisungsverfahren unterliegenden Sendungen von Zucker wird vom 1. Jänner 1908 angefangen auf die Dauer der Wirksamkeit der Brüsseler Zuckerkonvention vom 5. März 1902, R. G. Bl. Nr. 25, vom Jahre 1903, eine Gebühr im Ausmaße von 3K 50 h pro 100 kilogramm Reingewicht Konsumzucker und von 3 K 20 h pro 100 Kilogramm Reingewicht Rohzucker eingehoben.

Sendungen, welche mehr als 2 Kilogramm, jedoch nicht mehr als 5 Kilogramm netto Zucker enthalten, sind in Hinkunft dem Überweisungsverfahren nicht mehr unterworfen und daher auch nicht mehr an meldungspflichtig.

Die einzuhebende Gebühr ist der Finanzverwaltung des Bestimmungsgebietes der Sendung auf Grund jährlicher Abrechnung zu erfolgen.

Von der Entrichtung der Gebühr bleiben frei: 1. Die dem Überweisungsverfahren unter liegenden Transito sendungen.

2. Im Verkehr aus den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern nach den Ländern der heiligen ungarischen Krone für jedes Kalenderjahr 225.000 Meterzentner Zucker.

3. Im Verkehre aus den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern nach Bosnien und der Hercegovina die vom Finanzminister im Einvernehmen mit dem königlich ungarischen Finanzminister für jedes Kalenderjahr festzuseßende Maximal menge.

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amtes (§ 3 des Finanzministerialerlasses vom 20. Juli 1899, R. G. Bl. Nr. 128) einzuzahlen und es darf die Anweisung der Sendung an das Stellungsamt nicht früher erfolgen, als der Versender die Bestätigung über die Einzahlung der für die Sendung entfallenden Gebühr beigebracht hat.

Der Berechnung der Übergangsgebühr ist die auf ganze Kilogramm abgerundete Zuckermenge zu Grunde zu legen. Bei dieser Abrundung sind Bruchteile unter einem halben Kilogramm zu vernachlässigen, dagegen Bruchteile von und über einem halben Kilogramm mit einem ganzen Kilogramm in Rechnung zu stellen.

$3.

Die Entrichtung der im § 1 bezeichneten Gebühr hat ausschließlich im Wege der Postsparkasse unter Verwendung grüner Erlagscheine zu erfolgen, welche auf der Rückseite sowohl des Empfangscheines als des Erlagscheines (Erlagschein im engeren Sinne) den Aufdruck: „Zuckerübergangsgebühr“ tragen.

In jedem Verwaltungsgebiete haben die Einsahlungen auf das Konto eines Amtes zu erfolgen.

Die Erlagscheine werden den Parteien von den Versendungsämtern unentgeltlich ausgefolgt. Die Verwendung anderer Erlagscheine ist unzulässig.

Jene Parteien, welche selbst ein Konto im Scheckverkehr der Postsparkasse besigen, können die Gebühr durch Ausstellung eines Schecks und unter Verwendung des oben bezeichneten Erlagscheines an die betreffende Staatskasse überweisen lassen.

Eine Borgung der Gebühr findet nicht statt.

$ 4.

Der Nachweis der erfolgten Entrichtung der Gebühr ist durch Übergabe des postamtlich bestätigten Empfangscheines an das Versendungsamt zu er bringen.

Das Versendungsamt hat zu prüfen, ob der laut Empfangschein entrichtete Betrag den von der erhobenen Zuckermenge entfallenden Betrag voll. ständig deckt.

Ist dies der Fall, so ist in beiden Parien des Übergangscheines in Kolonne 9 des amtlichen Befundes die Beibringung der Zahlungsbestätigung mit den Worten die Gebühr per . .K.. h entrichtet" ersichtlich zu machen, auf dem Empfangscheine

die Postnummer des Versendungsregisters zu berufen, der Empfangschein selbst dem Versendungsregister beizuschließen und die Sendung in der vorgeschriebenen Weise abzufertigen.

Sollte der beigebrachte Empfangschein auf einen geringeren als den für die Sendung entfallenden Betrag lauten, so ist mit der Abfertigung der Sendung bis zur Beibringung der Bestätigung über die Entrichtung des gleichfalls auf die oben vorgeschriebene Weise einzuzahlenden Fehlbetrages zu zuwarten.

Allfällige Überzahlungen dürfen nur für solche weitere Zuckersendungen desselben Versenders als gültige Zahlung der Gebühr anerkannt werden, welche im Laufe desselben Kalendermonates, in welchem der betreffende Empfangschein abgegeben worden ist, zur Anmeldung und Abfertigung gelangen.

und der Hercegovina bei den vom Finanzministerium jeweilig bestimmten Versendungsämtern;

2. jene Zuckersendungen von nicht mehr als 25 q Einzelgewicht, welche ohne Benützung einer öffentlichen Transportanstalt bei den vom Finanzministerium jeweilig bestimmten Versendungsämtern zur Versendung gelangen, bis zu einer jährlichen Gesamtmenge von 12.000 q nach den Ländern der heiligen ungarischen Krone und von 4900 q nach Bosnien und der Hercegovina;

3. der erübrigende Rest aus jenen derzeit im Betriebe stehenden Zuckererzeugungsstätten und Zuckerfreilagern, welche im Kalenderjahre 1906 mindestens 5000 g Zucker gegen Entrichtung der Verbrauchsabgabe weggebracht haben, und zwar im Verhältnisse dieser Versteuerungsmengen.

Von den auf die im Punkt 3 bezeichneten UnterIn einem solchen Falle der Deckung mehrerer nehmungen zur gebührenfreien Versendung nach den Sendungen durch einen und denselben Empfangschein Ländern der heiligen ungarischen Krone und nach hat das Versendungsamt auf dem eingezogenen Bosnien und der Hercegovina entfallenden JahresEmpfangschein (oder auf einem diesem unter Amtssiegel beizuheftenden Blatt) die Postnummern des Versendungsregisters, unter welchen die mit einem Empfang schein gedeckten Sendungen eingetragen wurden, und die entfallenden Einzelbeträge an Übergangsgebühr an zumerken und außerdem bei den verschiedenen Post nummern des Versendungsregisters jene Postnummer zu berufen, welcher der Empfangschein angeschlossen

wurde.

mengen sowie von dem nach Punkt 2 bei den einzelnen Versendungsämtern zur gebührenfreien Abfertigung zugelassenen Jahresmengen darf im Laufe eines Kalendermonates nur je der achte Teil in Anspruch genommen werden.

§ 6.

Den Unternehmern der Zuckererzeugungsstätten. und Freilagern steht es frei, die auf sie entfallenden Das Einhebungsamt, auf dessen Konto Zahlungen Jahresanteile zur Gänze an eine mit einem Anteile an Zuckerübergangsgebühr geleistet werden, hat die beteilte Zuckererzeugungsstätte zu übertragen. Jede eingezahlten Beträge Post für Post in einem Register solche Übertragung ist dem zuständigen Überwachungsin Empfang zu stellen und die eingelangten Erlag- organe (Versendungsamte) sofort schriftlich anzuzeigen. icheine als Beilagen diesem Register anzuschließen. Die teilweise Übertragung der auf die einzelnen Die Monatssummen dieses Registers sind unter einer Unternehmungen entfallenden Jahresanteile bedarf der besonderen Post in das Verzehrungssteuer-Subjournal Bewilligung des Finanzministeriums. zu übertragen; das Register selbst ist samt Beilagen im Wege des Rechnungsdepartements der Finanzlandesbehörde an das Fachrechnungsdepartement VI des Finanzministeriums (Wien, I., Fleischmarkt 19) Jedes Versendungsamt, bei welchem Zuckereinzusenden. übergangssendungen zur gebührenfreien Abferti= Allfällige Rückzahlungen an Übergangsgebühr gung gelangen, hat die an einem Tage gebührenfrei Allfällige Rückzahlungen an Übergangsgebühr abgefertigten Sendungen, und zwar am Tage der sind im Restitutionsregister für die Zuckerverbrauchs- Abfertigung der Sendung dem Fachrechnungsdeparte abgabe in einer besonderen, mit Rückgezahlte über- ment VI des Finanzministeriums (Wien, L., Fleischgangsgebühr zu überschreibenden Kolonne zu vermarkt 19) unmittelbar anzuzeigen. Die im § 8 berechnen. sprochenen Transit- und Retoursendungen sind in diese Anzeige nicht aufzunehmen.

§ 5.

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Von den im § 1, Absaß 4, 3. 2 und 3, bezeichneten Jahresmengen können gebührenfrei abgefertigt

werden:

$7.

Im Falle der Übertragung des einer Unternehmung zugewiesenen Anteiles an eine andere Unternehmung hat das Überwachungsorgan der ihren Anteil abtretenden Unternehmung (Versendungsamt) zunächst zu prüfen, ob die in der Anzeige angegebene Menge 1. Kandiszuckersendungen bis zur Gesamt- in dem unten angeordneten Konto der betreffenden jahresmenge von 10.000 g nach den Ländern der Unternehmung tatsächlich noch nicht in Anspruch geheiligen ungarischen Krone und 100 q nach Bosnien nommen ist und, sofern diese Prüfung keinen Anstand

ergibt, unverzüglich das Überwachungsorgan jener Unternehmung, gn welche die Übertragung erfolgt ist, und gleichzeitig das Fachrechnungsdepartement VI des Finanzministeriums (Wien, I. Fleischmarkt 19) mittels eines Avisos in Kenntnis zu sehen. Das einge langte Aviso ist vom Überwachungsorgan dem Konto, in welchem die Übertragung ersichtlich zu machen ist, beizuschließen.

Das Überwachungsorgan jener Unternehmung, welche ihren Anteil an eine andere Unternehmung überträgt, hat dies im Konto ersichtlich zu machen.

des amtlichen Befundes des Übergangsscheines ersichtlich zu machen (§ 4).

Als Transitosendungen dürfen nur diejenigen gebührenfrei abgefertigt werden, rücksichtlich welcher aus den Begleitpapieren unzweifelhaft hervorgeht, daß die Sendung für einen im versendenden Ländergebiete gelegenen Ort bestimmt ist.

Die beiden Parien der Übergangsscheine für gebührenfreie Transitosendungen sind vom Versendungsamte auf der ersten Seite durch den deutlichen Vermerk Transitosendung“ zu bezeichnen.

Die Versendungsämter, bei welchen die gebührenDas eine Transitosendung abfertigende Stellungsfreie Abfertigung von Zucker nach den Ländern der amt des Transitgebietes hat die Sendung im Sinne heiligen ungarischen Krone und nach Bosnien und der des § 5 des Finanzministerialerlaffes vom 20. Juli Hercegovina auf Grund des § 5 dieser Verordnung 1899, R. G. Bl. Nr. 128, jedoch ohne Ausfertigung stattfindet, haben über die zur gebührenfreien Abferti- eines Legitimationsscheines zu beamtshandeln und gung zugelassenen Mengen und deren Inanspruchnahme sodann unbedingt gebührenfrei an den in der ursprüngein eigenes Konto in doppelter Ausfertigung unter lichen Anmeldung bezeichneten Bestimmungsort anzuAnwendung des Pausverfahrens, und zwar abgeweisen.

sondert für die Sendungen nach den Ländern der Auf beiden Parien des Übergangsscheines ist heiligen ungarischen Krone und für jene nach Bosnien gleichfalls der Vermerk Transitosendung" anzuund der Hercegovina zu führen. bringen.

Das Konto ist am Lezten jedes Monates abzuschließen und noch an diesem Tage unmittelbar an das Fachrechnungsdepartement VI des t. t. Finanzministeriums einzusenden.

Bei Abschluß des Kontos ist der verbliebene Rest

der zur gebührenfreien Abfertigung eingeräumten Jahresmenge in das neue Konto zu übertragen.

Das Duplikat des Kontos bleibt beim Versendungsamte.

§ 8.

Auf den bei den einzelnen Versendungsämtern eingebrachten Anmeldungen zur Versendung von Zucker im Überweisungsverfahren mit dem Anspruche auf Gebührenfreiheit ist der Zeitpunkt der Überreichung genau ersichtlich zu machen und es sind diese An meldungen nach der zeitlichen Folge ihrer überreichung in das Versendungsregister sofort einzutragen.

Außerdem hat das Stellungsamt des Transitgebietes im Übergangsscheine und im Stellungsregister die Versendungsregisterpost anzumerken, unter welcher die betreffende Sendung in das versendende Ländergebiet rücfüberwiesen wurde.

Änderung des Bestimmungsortes im Transitgebiete Soll eine Transitosendung infolge nachträglicher verbleiben, so darf der Legitimationsschein nur dann ausgestellt werden, wenn die Bestätigung des Bersendungsamtes darüber beigebracht wird, daß die Übergangsgebühr nachträglich entrichtet oder der Sendung die Gebührenfreiheit nach § 5 zuerkannt wurde.

Transitosendungen sind in das im § 7 vorgeschriebene Konto nicht aufzunehmen.

Wenn eine gebührenfrei abgefertigte Sendung im Gebiete der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder belassen wird, so hat das Versendungsamt auf Grund der demselben gemäß § 4, 3. 3 des FinanzDie Übergangsscheine von Sendungen, welche ministerialerlasses vom 20. Juli 1899, R. G. BI. gebührenfrei abgefertigt werden, sind seitens des Ver- Nr. 128, zugekommenen Verständigung hievon dem sendungsamtes auf der ersten Seite mit dem in roter Fachrechnungsdepartement VI des Finanzministeriums Tinte (eventuell rotfarbiger Stampiglie) deutlich und unter Angabe der Versendungsregisterpost und des leicht sichtbar anzubringenden Vermerk „gebührenfrei“ Gewichtes der Sendung sofort die Anzeige zu erstatten zu versehen, außerdem ist im Versendungsregister und und gleichzeitig im Konto die im Versendungsgebiete in Kolonne 9 des amtlichen Befundes im Übergangs- belassene Zuckermenge zu löschen, beziehungsweise scheine gleichfalls die Bemerkung gebührenfrei" und anzumerken. die Postnummer des oben (§ 7) angeordneten Kontos ersichtlich zu machen.

Kann eine Sendung nicht zur Gänze gebührenfrei abgefertigt werden, so ist der Übergangsschein mit dem Vermerk „teilweise gebührenfrei" zu verschen und und es ist die Entrichtung der Gebühr für den gebührenpflichtigen Teil der Sendung in Kolonne 9

Derselbe Vorgang ist einzuhalten, wenn eine gebührenfrei abgefertigte Zuckersendung aus den Ländern der heiligen ungarischen Krone oder aus Bosnien und der Hercegovina auf Grund der Bestim= mungen des Finanzministerialerlasses vom 11. Oktober 1906, R. G. Bl. Nr. 207, mit dem vom Versendungsamte ursprünglich ausgefertigten Übergangsschein und

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